Aktien Schweiz Vorbörse: Leichtes Plus erwartet - Actelion deutlich fester

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt könnte am Donnerstag vorbörslichen Indikationen zufolge mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Nachdem es mit dem SMI am Montag und Dienstag deutlich abwärtsging, stabilisierte sich der Leitindex bereits zur Wochenmitte. Für den Berichtstag liefern die Vorgaben aus Übersee wenig Orientierung: An der Wall Street ging zwar die Rekordjagd weiter, an den asiatischen Aktienmärkten war das Bild jedoch uneinheitlich.
24.11.2016 08:45

Am Vormittag steht in Deutschland das Ifo-Geschäftsklima auf der Agenda. In den USA wird indes Thanksgiving gefeiert, und die Börsen bleiben geschlossen. Auch hierzulande ist es sehr ruhig. SNB-Präsident Thomas Jordan sagte indes in einem Zeitungsinterview, dass trotz insbesondere in den USA gestiegener Zinsen die Geldpolitik darauf ausgerichtet bleibe, den Druck auf den Franken zu reduzieren. "Für uns bleibt im Moment der Negativzins ein zentrales Element bei der Umsetzung der Geldpolitik." Am Morgen kostete der Euro im Tief 1,0525 USD und damit so wenig wie letztmalig im Dezember 2015. Zum Franken notiert die europäische Gemeinschaftswährung aktuell bei 1,073 CHF.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,25% höher bei 7'771,57 Punkten. Die meisten Blue Chips notieren bei +0,1%.

Ausreisser sind Actelion (+3,6%) mit einem kräftigen vorbörslichen Plus. Der Pharmakonzern stehe vermehrt wieder im Zentrum von Übernahmespekulationen, heisst es am Markt. Das Unternehmen habe Übernahmeinteressen auf sich gezogen, sagte etwa eine mit der Sache vertraute Person laut dem Händlerportal "Streetinsider.com". Es sei aber eher unwahrscheinlich, dass Patron Jean-Paul Clozel zum Verkauf bereit wäre, so eine Meinung im Handel.

Die Schwergewichte Novartis (+0,4%) und Roche (+0,3%) werden ebenfalls leicht höher gehandelt. Am Vortag hat ein Rückschlag bei Eli Lilly in der Alzheimer-Forschung noch weltweit auf das Sentiment der Branche gedrückt. Der US-Pharmakonzern ist mit einem experimentellen Medikament in der fortgeschrittenen klinischen Phase gescheitert und wird keine Zulassung anstreben. Eli Lilly sowie Aktien von Wettbewerbern mit ähnlichen Kandidaten gaben stark ab. Die Forschung nach einem Heilmittel von Alzheimer gilt als riskant. Auch Roche forscht an zwei Produkten, die auf den gleichen Wirkmechanismus setzen.

Am Mittwoch legten Novartis 0,9% und Actelion gar 1,8% zu, während am Schluss Roche 0,4% abgab.

Am breiten Markt legte Carlo Gavazzi Zahlen zum ersten Semester des Geschäftsjahres 2016/17 (per 30.09.) vor: Der Umsatz ist gestiegen und der Gewinn legte überproportional zu. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz nicht ganz erreicht, mit dem EBIT dagegen klar übertroffen.

ys/rw

(AWP)