Aktien Schweiz Vorbörse: Positive Tendenz - Zahlenflut am breiten Markt

Der Schweizer Aktienmarkt wird am Dienstag gemäss vorbörslichen Indikationen mit etwas höheren Notierungen in den Handel starten. Die Stimmung sei aber abwartend, zumal die Vorgaben wenig ausgeprägt seien, meinen Analysten. Im Hinblick auf die sehr wahrscheinliche Leitzinserhöhung in den USA wollten sich die Investoren nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Nächster wichtiger Termin ist der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag.
07.03.2017 08:45

Schon vorher werden am heutigen Nachmittag US-Konjunkturdaten erwartet, beispielsweise die Handelsbilanz für den Monat Januar. In Europa schauen die Anleger auf den am Morgen bekanntgegebene Auftragseingang der deutschen Industrie im Monat Januar, welcher unter den Erwartungen ausfiel. In der Schweiz stehen zahlreiche Jahresabschlüsse von kleineren und mittelgrossen Unternehmen auf der Agenda.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,15% höher bei 8'677,37 Punkten. Die Mehrzahl der SMI-Werte verzeichnet dabei leichte Aufschläge.

Bei den Blue Chips fällt einzig Actelion (+0,3%) etwas auf. Das Biopharma-Unternehmen hat von der europäischen Kommission die Marktzulassung für das Medikament Ledaga bekommen. Damit kann eine seltene und potentiell lebensbedrohende Krebserkrankung des Immunsystems behandelt werden.

Die Grossbankvaloren CS und UBS legen je um 0,2% zu, nachdem insbesondere die CS Vortag unter starkem Abgabedruck litt. Grund war, dass die Konkurrentin Deutsche Bank den Markt mit der Ankündigung einer milliardenschweren Kapitalerhöhung geschockt hatte.

Abgesehen davon könnten neue Analysteneinschätzungen noch für Bewegung sorgen. Laut Händlern hat etwa Exane BNB das Rating für Novartis (+0,1%) auf 'Underperform' von 'Neutral' gesenkt. Derweil bestätigt JP Morgan für Swisscom (+0,1%) die Einstufung 'Underweight', erhöht jedoch das Kursziel leicht.

Im breiten Markt ist viel los. So hat bereits am Vorabend PSP seinen Zahlenkranz fürs Geschäftsjahr 2016 präsentiert. Der Immobilienkonzern hat mehr verdient und die Dividende wird erhöht. Beides trifft auch auf Forbo, Lindt & Sprüngli (vorbörslich -1,4%) und die Goldbach Group zu, wobei Forbo die Analystenerwartungen erfüllt, während jene des Schokoladenproduzenten leicht unter dem Konsens ausfielen. Goldbach hat die Schätzung der ZKB punkto Umsatz übertroffen, lag aber beim Gewinn darunter.

Gewinnrückgänge erleiden hingegen Bucher und die VP Bank. Während der Industriekonzern die Erwartungen auf Stufe Betriebsgewinn verfehlte und eine tiefere Dividende vorschlägt, hat die Liechtensteiner Bank die Prognosen übertroffen. Gar einen Verlust weist Santhera aus, nachdem der Pharma-Spezialist im Vorjahr in den schwarzen Zahlen war. Für die genannten Firmen gibt es keinen vorbörslichen Kurs.

Logitech (+2,1%) reagieren vorbörslich positiv auf ein Guidance-Update.

pr/rw

(AWP)