Aktien Schweiz Vorbörse: Ruhiger Auftakt nach dem Weihnachtsfest erwartet

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag nach dem verlängerten Weihnachtswochenende ohne grösseren Bewegungen mit einer leicht festeren Tendenz in die neue Woche starten. Die meisten internationalen Börsen sind am Montag feiertagsbedingt geschlossen geblieben, so auch die Wall Street in New York. Damit fehlen den europäischen Märkten richtungsweisende Impulse. Händler rechnen mit einem sehr ruhigen Geschäft nach dem Weihnachtsfest.
27.12.2016 08:42

Daran dürfte sich auch in den kommenden Tagen bis zum Jahreswechsel kaum mehr etwas ändern. Viele Anleger hätten ihre Bücher bereits in der vergangenen Woche geschlossen und sich in die Feiertage verabschiedet. Auch News zu Unternehmen sind dünn gesät, allenfalls könnten Konjunkturdaten noch für Bewegung sorgen. In den USA werden am Berichtstag die Angaben zum Case Shiller Hauspreisindex für Oktober sowie zum Dezember-Konsumentenvertrauen publiziert.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit 0,10% höher bei 8'240,83 Punkten. Das Gros der vorbörslich gehandelten Aktien gewinnen im Rahmen des Gesamtmarkts an Wert, so auch die Index-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche (alle +0,1%).

Auch die Titel der Grossbanken UBS und Credit Suisse gehen im vorbörslichen Geschäft mit einem Plus von 0,1% um. Kurz vor Weihnachten hatte die CS die Märkte noch mit der Meldung zur Einigung im US-Hypothekenstreit überrascht. Die Einigung kommt die Bank teuer zu stehen, gleichzeitig konnte noch ein grosser Unsicherheitsfaktor vor dem Jahreswechsel bereinigt werden. Die Aktien hatten am Freitag mit Abgaben von knapp 1% reagiert. Gleichzeitig bleibt die Rettung der italienischen Monte dei Paschi im Bankensektor ein Thema. Diese könnte den italienischen Staat teurer zu stehen kommen als bislang angenommen.

Weiterhin im Blick behalten die Anleger hierzulande die Aktien von Actelion (vorbörslich: +0,1%). Noch vor der Weihnachtspause hatte das Baselbieter Biotech-Unternehmen mitgeteilt, dass die zuvor abgebrochenen Gespräche mit dem akquisitionswilligen US-Konzern Johnson&Johnson wieder aufgenommen wurden. Dies gab den von Übernahmespekulationen getriebenen Titeln neuen Schub und trieb sie am Donnerstag auf einen neuen Rekordwert von 232,60 CHF. Der französische Mitbewerber Sanofi scheint derweil in Sachen Actelion-Kauf aus dem Rennen zu sein.

An der News-Front blieb es am Dienstag wie erwartet ruhig. Die Versicherungsgruppe Helvetia (Aktie +0,6%) teilte mit, dass sie in Italien die restlichen 47% des Nichtleben-Versicherers Chiara Assicurazioni übernommen und gleichzeitig die bestehenden Vertriebsabkommen mit italienischen Banken langfristig gesichert hat. Seit 2014 besass Helvetia bereits 53% an Chiara Assicurazioni.

Derweil beschloss der Immobilienentwickler Orascom Development den Rückzug von der ägyptischen Börse. Damit soll die Streuung und die Liquidität der Aktien an der SIX Swiss Exchange erhöht werden.

Beim Berner Gesundheitskonzern Galenica (kein vorbörslicher Kurs) hat die Grossaktionärin Sprint um Stefano Pessina und um das Private-Equity-Unternehmen KKR den Anteil weiter auf 14,5% reduziert, nachdem Immobilieninvestor Remo Stoffel Sprint bereits ein 10%-schweres Paket abgekauft hatte. Laut einem Bericht der "Sonntagszeitung" wird Sprint, die sich bekanntlich von Galenica trennen will, den Anteil demnächst weiter in den Bereich von 11% reduzieren. Die "SoZ" meldete zudem eigenen Recherchen zufolge, dass Galenica die geplante Aufspaltung in einen Pharma- und einen Logistik/Apotheken-Teil bereits im ersten Quartal 2017 durchführen will und für die Übernahme des US-Biotechunternehmens Relypsa kein frisches Kapital benötigt.

mk/cf

(AWP)