Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächelnde Vorgaben - Warten auf Notenbankkonferenz

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag eine etwas schwächere Eröffnung ab. Die Vorgaben sind leicht negativ. So haben die US-Märkte im Minus geschlossen, wobei sie vor allem im späten Handel noch etwas stärker nachgegeben haben. Und auch die asiatischen Börsen zeigen sich leicht schwächer. Gedrückt wird die Stimmung der Investoren vom erneuten Rückgang der Ölpreise nach einer unerwarteten Zunahme der US-Rohöllager am Vortag.
25.08.2016 08:48

Weiterhin warten die Marktteilnehmer aber vor allem auf das am heutigen Donnerstag beginnende Treffen der Notenbanker in Jackson Hole. Dabei steht vor allem eine für den Freitag angesetzte Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen im Fokus. Auch geopolitische Unsicherheiten wie die Militäroffensive der Türkei in Syrien und der Raketentest Nordkoreas verunsicherten die Anleger, meinte ein Händler. Auf der Konjunkturseite stehen am Vormittag noch der ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland und am Nachmittag US-Zahlen an, darunter der Auftragseingang langlebiger Güter sowie die Markit-PMI Dienstleistungen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,23% tiefer bei 8'181,57 Punkten.

Eine überdurchschnittliche Schwäche zeigen vorbörsliche verschiedene zyklische Werten wie Adecco (-0,4%), ABB oder Givaudan (je -0,3%). Auch die bereits am Vortag sehr schwachen Uhrenwerte Swatch und Richemont (je -0,3%) liegen vorbörslich klar im Minus.

Geberit (-0,2%) erhalten etwas Unterstützung durch das Aktienresearch der US-Bank Goldman Sachs. Dieses bekräftigt in einer Sektorstudie ihr "Buy"-Rating für die Titel des Sanitärkonzerns. Die Anpassungen widerspiegelten die starken Ergebnisse im zweiten Quartal, heisst es. Für die Aktien des Liftherstellers Schindler (-0,3%) bleiben die Analysten dagegen bei ihrem Votum "Neutral".

Auch die defensiven Schwergewichte Nestlé und Roche (-0,2%) sowie Novartis (-0,3%) zeigen sich vorbörslich schwächer. Novartis hat am Morgen positive Studienergebnisse für sein MS-Medikament Siponimod vermeldet. Bei dem Medikament handelt es sich um die Weiterentwicklung des umsatzträchtigen Novartis-Medikaments Gilenya.

Derweil haben zahlreiche Unternehmen am breiten Markt ihre Halbjahreszahlen vorgelegt. Positiv aufgenommen werden vorbörslich die Ergebnisse der Swisscom-Konkurrentin Sunrise (+0,2%); sie hat Erwartungen der Analysten beim Umsatz und EBITDA leicht übertroffen, beim Gewinn allerdings verfehlt hat. Weniger verdient hat das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) (kein Kurs), was die Analysten allerdings so erwartet hatten. Dagegen kann die Immobiliengesellschaft Interhome den Gewinn im Halbjahr leicht erhöhen.

Eine klare Gewinnsteigerung hat der Spezialkunststoffhersteller Gurit vorgelegt, womit er die Erwartungen der Analysten übertreffen konnte. Die Industriegruppe Von Roll musste für das erste Semester dagegen einen Rückgang von Umsatz und Auftragseingang vermelden, hat immerhin den Verlust etwas reduzieren können.

Die seit April kotierte Vakuumventil-Herstellerin VAT hat den Wachstumskurs im ersten Semester fortgesetzt, beim Reingewinn die Vorgaben der Analysten allerdings leicht verfehlt. Die Liechtensteiner Bankengruppe LLB hat derweil im Halbjahr mehr verdient, muss allerdings einen weiteren Abfluss von Kundengeldern vermelden. Zahlen gibt es aber auch von Tamedia, Perrot Duval und Pax Anlage.

Die Verbindungstechnikerin Huber+Suhner hat zudem ein Partnerschaftsabkommen mit der kanadischen Bombardier Transportation abgeschlossen. Und der Handelskonzern Valora hat am Morgen den Abgang des VR-Präsidenten Rolando Benedick für die kommende Generalversammlung vermeldet.

tp/uh

(AWP)