Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächer auf breiter Front - Swatch deutlich im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag im vorbörslichen Geschäft schwächer. Die Vorgaben von der Wall Street fallen zwar eher neutral aus, an den wichtigsten Aktienmärkten Asiens haben jedoch die Pessimisten die Oberhand. Der Zinsentscheid in den USA vom Vorabend ist wie von Ökonomen und Finanzmarktteilnehmern erwartet ausgefallen: Die Notenbank Fed hat ihren Leitzins nicht verändert. Und auch an der Guidance habe sich nichts gross geändert, heisst es. Hierzulande steht Swatch mit einem enttäuschenden Zahlenset für 2016 im Fokus.
02.02.2017 08:45

Im weiteren Tagesverlauf könnten am Vormittag die Erzeugerpreise aus der Eurozone frischen Wind bringen. Um die Mittagszeit wird die britische Notenbank ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. Am Nachmittag stehen noch einige US-Makrodaten auf der Agenda, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,31% tiefer bei 8'303,34 Punkten.

Im Rampenlicht stehen Swatch (-4,8%) mit der Zahlenvorlage für das vergangene Geschäftsjahr. Der Uhrenkonzern hat deutlich weniger umgesetzt und unter dem Strich weniger verdient. Der Rückgang ist in beiden Fällen zudem stärker als von Analysten im Vorfeld prognostiziert. Die Dividende wird gekürzt und dies ebenfalls stärker als von den Experten erwartet. Im Ausblick schlägt Swatch allerdings optimistische Töne an.

Die schwergewichtigen Roche, die am Vortag nach gut aufgenommen Zahlen zu 2016 den Gesamtmarkt deutlich angeschoben hatten, werden mit -0,2% unauffällig taxiert. Auch die beiden anderen schwerkapitalisierten Novartis (-0,3%) und Nestlé (-0,2%) liegen im vorbörslichen Trend.

Die Bankenwerte CS (-0,3%), UBS (-0,4%) und Julius Bär (-0,2%) sind im Blick, nachdem die Deutsche Bank wegen teurer Rechtsstreitigkeiten und des Konzernumbaus das zweite Jahr in Folge einen Milliardenverlust eingefahren hat, der sogar grösser als erwartet ausgefallen ist.

Bär hatte am Vortag hingegen mit dem Zahlenkranz überzeugt. Am Berichtstag gab der Vermögensverwalter ein kleinere Übernahme bekannt, die laut Händlern allerdings kaum kursrelevant ist.

Bei den Versicherern reagieren Swiss Re (-0,2%) bislang kaum auf ermutigende News vom Mitbewerber Hannover Rück. Dieser hebt nach Preisverhandlungen das Gewinnziel für 2017 an.

Im breiten Markt sind Emmi und Bucher nach Zahlen im Blick; ein vorbörslicher Kurs wird für die Valoren nicht gestellt.

cp/ys

(AWP)