Aktien Schweiz Vorbörse: SMI dank Novartis etwas fester erwartet

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt deuten die Zeichen am Dienstagmorgen auf eine positive Eröffnung hin. Insbesondere festere Novartis-Aktien dürften dem Leitindex Rückenwind geben. Die Vorgaben aus Übersee waren uneinheitlich. Während in den USA die Kurse im Vergleich zum europäischen Handelsschluss etwas nachgaben, verzeichnete Japan nach einem Feiertag ein Plus und die chinesischen Börsen wiederum leichte Abgaben.
19.07.2016 08:45

Gestützt werde die Risikobereitschaft der Investoren derzeit durch gute Zahlen der US-Banken, heisst es im Handel. Zudem könnten die niedrigen Erwartungen an die Q2-Zahlen bei manchen Unternehmen zu positiven Überraschungen führen. Zusammen mit den weiter niedrigen Zins-Erwartungen könnte dies für weiteren Auftrieb sorgen, heisst es. Am Nachmittag stehen Zahlen von US-Schwergewichten wie Goldman Sachs oder Johnson & Johnson auf der Agenda.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr 0,26% höher bei 8'182,48 Punkten.

Novartis (Aktien vorbörslich +1,5%) hat einen leicht geringeren Umsatz und EBIT erzielt, jedoch die Analystenschätzungen übertroffen. Wachstum wurde bei der Generika-Sparte Sandoz verbucht, während Innovative Medicines und die Augensparte Alcon schrumpften. Der Gewinn-Ausblick für das Gesamtjahr wurde jedoch beim Konzernergebnis leicht vorsichtiger formuliert. Das Unternehmen will die Investitionen in den Hoffnungsträger Entresto ausweiten.

Die beiden anderen Schwergewichte Roche und Nestlé (je -0,1%) geben dem Leitindex vor Handelsstart keine Impulse. Auch fast alle übrigen SMI-Titel werden ebenfalls unverändert bis leicht negativ gestellt, wobei sich die Abschläge mit maximal -0,1% in einem klar begrenztem Rahmen bewegen. Unverändert notieren etwa Adecco, Richemont, Swisscom oder Julius Bär.

Einzig Givaudan (-0,6%) tendieren klarer im Minus, nachdem die Aktien nach den Zahlen am Vortag deutlich zugelegt hatten. Hier haben die Analysten der Deutschen Bank und Barclays das Kursziel angehoben. Exane BNP senkt jedoch die Bewertung auf "Neutral" von "Outperform".

Von Analystenseite gab es im Nachgang zu den Zahlen zudem Kurszielanpassungen für SGS (-0,1%) nach unten, etwa von Jefferies oder der CS. Auch bei Swatch sind die Anpassungen nach der Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag noch nicht durch und die Royal Bank of Canada hat das Kursziel auf 320 (365) CHF gesenkt. Die Bewertung bleibt jedoch "Outperform".

Zahlen hat auch der Logistikkonzern Kühne+ Nagel (+0,4%) vorgelegt. Bei rückläufigem Umsatz wurde im Semester die Profitabilität gesteigert und der Bruttogewinn legte fast 8% zu. Im zweiten Semester rechnet das Unternehmen mit anhaltender Dynamik bei Volumen und Ertrag.

Im breiten Markt hat Meyer Burger (+2,5%) einen Anschlussauftrag von einem chinesischen Solarzellenhersteller über 18 Mio CHF gemeldet. Lieferung sowie Inbetriebnahme der Anlagen sollen im vierten Quartal erfolgen.

DKSH (kein vorbörslicher Kurs) hat den deutschen Manager Stefan Butz als neuen CEO nominiert. Er kommt von der britischen Intertek Group und soll den langjährigen Chef Jörg Wolle ablösen, der im März kommenden Jahres auf den VRP-Posten wechselt.

Die Bellevue Group (kein vorbörslicher Kurs) rechnet mit einem Konzerngewinn nach Steuern von knapp 3 Mio CHF für das erste Halbjahr. Im Vorjahr wurde noch ein Verlust von 15,5 Mio ausgewiesen.

yr/rw

(AWP)