Aktien Schweiz Vorbörse: SMI dürfte nahezu unverändert starten

Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag ein nahezu unveränderter Auftakt ab. Dabei sollten die Vorgaben aus Übersee an sich eher stützend wirken. So hatten steigende Ölpreise und insgesamt positiv aufgenommene Konjunkturdaten die Laune am US-Aktienmarkt zur Wochenmitte aufgehellt. Dies hat sich auch auf die asiatischen Märkte übertragen, die überwiegend im Plus notieren.
06.10.2016 09:02

Hierzulande dürften vor allem Konjunkturdaten an diesem Donnerstag das Geschehen bestimmen. Unter anderem steht die Herbstprognose des KOF auf dem Programm. Jenseits der Grenzen könnte noch das Sitzungsprotokoll der EZB für Gesprächsstoff sorgen und in den USA stehen wöchentliche Arbeitsmarktdaten auf dem Plan, die vor der monatlichen Statistik am morgigen Freitag ebenfalls genau angeschaut werden dürften. Auf Unternehmensseite macht noch die Credit Suisse von sich reden.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit -0,03% nahezu unverändert bei 8'192,57 Punkten. Die 20 Blue Chips aus dem SMI bewegen sich vorbörslich in einer Spanne von -0,1% bis +0,4%.

Das Hauptaugenmerk gilt zunächst der Credit Suisse (+0,2%). Wie am Vorabend bekannt wurde, hat die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) die Grossbank zu einer Busse von 90 Mio USD verurteilt. Die CS habe in früheren Jahren die eigenen Leitlinien bezüglich Neugelddarstellung im Private Banking nur bedingt eingehalten. In der Folge seien die von der Bank gemachten Angaben zum Nettoneugeld "wesentlich irreführend" gewesen.

Die anderen beiden Bankaktien von UBS (+0,2%) und Julius Bär (-0,1%) finden dagegen keinen gemeinsamen Trend. Die Anteilsscheine der UBS hatten bereits in den vergangenen Tagen zur Erholung angesetzt und am Vorabend als stärkster Blue Chip geschlossen.

Umfangreiche Nachrichten gibt es auch vom Gesundheitskonzern Galenica (ohne vorbörslichen Kurs). Das Berner Unternehmen treibt seine Aufspaltung weiter voran und hat diverse personelle Veränderungen angekündigt sowie seine Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf aktualisiert. Demnach wird der kombinierte EBIT von Vifor Pharma um rund 120 Mio CHF tiefer ausfallen. Zuvor hatte das Unternehmen einen Rückgang um 80 Mio CHF in Aussicht gestellt. Die bisherige Prognose, dass der EBIT von Vifor Pharma auf vergleichbarer Basis ohne Relypsa um 10% steigen soll, wird beibehalten.

Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche (alle -0,1%) notieren mit dem Gesamtmarkt. Ihre Verluste hatten zur Wochenmitte den Gesamtmarkt ins Minus gedrückt.

Eine umfangreiche Branchenstudie der UBS rückt zudem den Chemiesektor etwas stärker in den Vordergrund, von der insbesondere die Givaudan-Aktien (+0,4%) profitieren. Sie sind denn auch der grösste vorbörsliche Gewinner unter den Blue Chips. Das defensive Wachstumspotenzial des Aromen- und Riechstoffherstellers mache ihn zu einem der Top-Werte der Branche.

Ein vorbörslichen Plus verzeichnen auch die ABB-Papiere (+0,3%). Hier dürfte neben den positiven Auftragsdaten aus der deutschen Industrie noch eine Kurszielanhebung durch die Credit Suisse für Rückenwind sorgen.

Im breiten Markt lohnt sich zunächst ein Blick auf die Aktien von Meyer Burger (+2,0%), die von einem Auftrag profitieren. Mit dem Handelsstart könnte noch ein Blick auf die Aktien von Alpiq und auch Molecular Partners. So kommt umstrittene Verkauf der Swissgrid-Beteiligung von Alpiq an die BKW nun doch zustande.

Das Biotechunternehmen Molecular Partners wiederum hat mitgeteilt, dass das Kollaborations- und Lizenzagreement mit der zu Johnson & Johnson gehörenden Janssen Biotech Inc. beendet sei.

hr/cp

(AWP)