Aktien Schweiz Vorbörse: SMI knapp gehalten erwartet - Bâloise im Fokus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte sich auch am zweiten Handelstag der Woche in ruhigen Bahnen bewegen. Gemäss den vorbörslichen Indikationen deuten sich überwiegend wenig veränderte Kurse an. Nachdem bereits am Vortag die Zinssorgen wieder etwas nachgelassen hatten, sorgen am Dienstag stabile Vorgaben für Unterstützung, heisst es. Hierzulande steht der Versicherer Bâloise im Fokus.
30.08.2016 08:45

An der Wall Street haben die Indizes am Montag nach Europa-Schluss nochmals etwas zugelegt, vor allem gestützt von wie erwartet positiven Ausgaben der US-Konsumenten. Auch die asiatischen Börsen zeigen sich überwiegend freundlich. An den europäischen Märkten könnte der abgeschwächte Euro zum Dollar für etwas klareren Auftrieb sorgen. Auch der Schweizer Franken notiert etwas leichter.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,03% höher bei 8'181,33 Punkten. Der überwiegende Teil der vorbörslich berechneten Kurse bewegt sich in einer engen Spanne zwischen unverändert und -0,1%.

Bei den Blue Chips hat der Versicherer Bâloise (vorbörslich -1,1%) mit dem Semesterausweis einen Gewinnrückgang gemeldet und die Analystenschätzungen unterschritten. Die Stärkung der Reserven in Deutschland und das Niedrigzinsumfeld haben dabei Tribut gefordert. Demgegenüber konnte die annualisierte Nettorendite der Kapitalanlagen leicht auf 1,8% gesteigert werden.

LafargeHolcim (+0,7%) dürften nach der bereits am Vortag positiven Entwicklung erneut zulegen. Dabei stützt die Rating-Anhebung durch HSBC auf "Buy" von "Hold". Das Kursziel steigt deutlich auf 58 von 40 CHF. Der Analyst verweist auf die Erholung in den Emerging Markets und die Massnahmen des Unternehmens zur Profitabilitätssteigerung als Gründe für die positivere Bewertung. Zudem rechnet er mit einer Sonderausschüttung an die Aktionäre. Auch Kepler Cheuvreux hat das Ziel auf 55 von 50 CHF erhöht und bleibt bei der Buy-Bewertung.

Die beiden Uhren- bzw. Luxusgüterwerte Richemont (-0,1%) und Swatch (unv.) könnten weiter unter Druck bleiben. Die Analysten von Bernstein halten auch nach einem drei Jahre anhaltendem Abschwung eine Bodenbildung im Luxusgüter-Zyklus derzeit noch nicht für angezeigt. Während die vorangehenden Zyklen jeweils auf konjunkturbedingte Abschwünge mit einer entsprechend folgenden Erholung zurückzuführen seien, wäre die Ausgangslage derzeit anders.

Ebenfalls im Marktschnitt bewegen sich die Schwergewichte Roche (unv.), Novartis und Nestlé (je -0,1%). Beim Lebensmittelkonzern könnte das abgeblasene Gebot von Mondelez für Hershey für Bewegung sorgen. Damit lasse sich auch der vorbörslich positive Ausschlag bei Barry Callebaut (+0,4%) erklären, so Händler.

Sulzer (-0,1%) hat die Übernahme der deutschen Geka früher als geplant abgeschlossen. Etwas deutlicher ist das vorbörsliche Minus noch bei Aryzta (-0,2%).

Im breiten Markt haben gleich sechs Unternehmen ihre Halbjahresausweise vorgelegt. Positiv hat dabei etwa Huber+Suhner (kein vorbörslicher Kurs) überrascht, die die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertreffen konnten.

yr/ra

(AWP)