Aktien Schweiz Vorbörse: SMI leicht erholt erwartet - Roche im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte leicht erholt in den Handel am Mittwoch starten. Nach den Abgaben an drei aufeinander folgenden Handelstagen könnte der SMI somit wieder zu einer Belebung ansetzen, so die Erwartung bei Marktteilnehmern. Nach den "eher politischen Börsen" der Vorwochen würden mit Beginn der Berichtssaison wieder "handfestere Daten" in den Mittelpunkt rücken, sagten Händler. So stehen hierzulande Roche und Julius Bär mit Zahlen im Fokus.
01.02.2017 08:45

Auch wenn der Dow Jones am Mittwoch im Minus schloss, im Vergleich zum Handelsschluss in Europa erholte er sich von zuvor grösseren Abgaben. Auch die asiatischen Märkte zeigen eine Erholung, nachdem aus China sowohl zu den Dienstleistern und der Industrie positive Konjunkturdaten gemeldet wurden. Mit Spannung wird zudem der am Abend anstehende Leitzinsentscheid der US-Notenbank erwartet.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr mit 0,10% moderat höher bei 8'299,57 Punkten. Bis auf wenige Ausreisser notieren jedoch die überwiegende Mehrheit der Titel mit 0,1% im Minus.

Am Schweizer Markt stehen am Dienstag Roche (-0,1%) im Fokus. Der Pharmakonzern hat seine Ziele 2016 erreicht, lag mit den ausgewiesenen Zahlen jedoch unter den Analystenerwartungen. Umsatz und Gewinn stiegen um je 5%. Die Aktionäre profitieren von einer erneut höheren Dividende von 8,20 CHF. Die übrigen Schwergewichte Novartis und Nestlé bewegen sich vorbörslich mit -0,1% ebenfalls leicht tiefer.

Actelion (+2,9%) zeigen sich vorbörslich deutlich erholt, nachdem die Titel am Dienstag mit mehr als -5% stark verloren haben. Für Verunsicherung hatte offenbar eine Analystenstimme gesorgt, die den Stopp der Neutherapien für Uptravi in Frankreich in der Vorwoche thematisierte. Der Schritt der Gesundheitsbehörde sei beim J&J-Gebot bereits bekannt gewesen, hiess es vom Unternehmen.

Julius Bär (+1,4%) hat im Vorjahr den Neugeldzufluss stabil gehalten und den adjustierten Konzerngewinn leicht gesteigert. Das Ergebnis lag klar über den von den Analysten geschätzten Werten und auch die Dividendenanhebung dürfte den Aktienkurs stützen. Die Banken UBS (-0,1%) und Credit Suisse (+0,9%) zeigen sich uneinheitlich.

Auffällig sind noch die Aufschläge bei ABB (+0,9%) sowie LafargeHolcim (+0,6%). Bei letzteren Titeln hat HSBC das Kursziel auf 72 von 63 CHF deutlich angehoben und wertet die Aktien weiter mit Buy. Morgan Stanley hat das Kursziel leicht gesenkt, die Bewertung Overweight jedoch bestätigt.

Lonza (-1,9%) hat im Zusammenhang mit der Übernahme der amerikanische Capsugel 5 Mio Aktien über Privatplatzierung ausgegeben und dabei einen Betrag von 865 Mio CHF erlöst. Die Mittel werden zur Teilfinanzierung der 5,5 Mrd-USD schweren Akquisition verwendet. Sika (-0,1%) hat die Übernahme der amerikanischen Rmax Operating abgeschlossen.

Die Titel des Reisedetailhändlers Dufry (+2,4%) werden durch eine Ratinganhebung auf Buy von Neutral gestützt. Der Analyst der UBS sieht das Unternehmen nach den starken M&A-Aktivitäten und der Währungsvolatilität in einigen Märkten nun an einem Wendepunkt.

Am breiten Markt hat Sulzer (-1,1%) die Akquisition des Pumpenherstellers Ensival Moret abgeschlossen. Rieter (ohne vorbörslichen Kurs) hat zudem 2016 einen Umsatzrückgang ausgewiesen, beim Auftragseingang jedoch zugelegt. Der Textilmaschinenkonzern rechnet mit einer tieferen Marge bei EBIT und Reingewinn.

yr/ys

(AWP)