Aktien Schweiz Vorbörse: SMI mit gehaltenem Start erwartet

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den vorbörslichen Indikationen zufolge gut gehalten in den Handel am Dienstag starten. Die Impulse von Unternehmensseite halten sich in Grenzen und auch von Seiten der Konjunktur gibt es wenig Richtungsweisendes. Etwas Unterstützung könnte von den leicht erholten Ölpreisen ausgehen.
06.09.2016 08:45

Vorgaben von der Wall Street gibt es aufgrund des gestrigen Labour Day in den USA keine. Die Aktienmärkte in Asien zeigten sich leicht freundlich. Die Anleger würden bereits auf den Zinsentscheid der EZB am Donnerstag schauen, heisst es von Marktteilnehmern. Dabei werde insbesondere von Interesse sein, welchen Fahrplan die Euro-Notenbank bei den Wertpapierkäufen auflegt. Auch die Sicht auf die Konjunkturlage wird von Interesse sein. Am Vormittag werden aus der EU die BIP-Zahlen veröffentlicht, am Nachmittag folgen in den USA der Markit-PMI Dienste und der ISM-Index Service.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) legt um 08.20 Uhr 0,10% auf 8'319,08 Punkte zu. Dabei notiert der überwiegende Teil der SMI-Werte in einer Spanne zwischen unverändert und +0,1%.

Deutlicher gewinnen die Aktien des Technologiekonzerns ABB (Aktien vorbörslich +0,8%, gemittelt 22 CHF) hinzu, nachdem das Aktienresearch von Liberum das Kursziel auf 25 von 23 CHF erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt hat. Der Analyst sieht ABB gegenüber dem Sektor um 20% unterbewertet und rechnet mit einer besseren Performance im Netz-Markt und einer Erholung im Öl- und Gas-Bereich.

An die gute Performanz des Vortages können voraussichtlich die Aktien von Zurich (+0,6%) anschliessen. Die Société Générale hat die Bewertung für Versicherungstitel auf "Hold" von "Sell" angehoben und das Kursziel auf 240 von 180 CHF. Swiss Re (+0,1%) oder Swiss Life (unv.) stechen nicht heraus. Die Versicherungstitel insgesamt hatten zuletzt freundlicher tendiert. Wenig Bewegung zeigt sich auch bei den Grossbanken und den Pharma-Schwergewichten.

ChemChina hat die Angebotsfrist für Syngenta (+0,1%) ein drittes Mal bis verlängert. Die Aktionäre haben nun bis zum 8. November Zeit, das Angebot anzunehmen.

Im breiter gefassten Markt hat das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera (kein vorbörslicher Kurs) im ersten Halbjahr 2016 dank steigender Verkaufszahlen für Raxone den Umsatz gesteigert, jedoch erneut einen Verlust ausgewiesen. Der Energiekonzern BKW konnte Netz- und Dienstleistungsgeschäft ausbauen, ein niedriger Strompreis führte jedoch im Energiegeschäft zu einem Rückgang.

Bereits am Vortag hatten die Jungfraubahnen Zahlen vorgelegt sowie das Immobilienverwaltungs- und Detailhandelsunternehmen Villars.

Positiv stechen im breiten Segment Basilea (+1,1%) heraus. Das Biotechunternehmen hat eine klinische Phase-1/2a-Studie mit dem Onkologie-Medikamentenkandidaten BAL101553 gestartet. Auf der anderen Seite dürften Straumann (-1,4%, gemittelt 379 CHF) mit Abgaben in den Tag starten. Die Papiere werden neu von der Citigroup bewertet, der zuständige Analyst hat die Abdeckung mit einem "Sell"-Votum bei einem Kursziel von 314 CHF aufgenommen.

yr/rw

(AWP)