Aktien Schweiz Vorbörse: SMI moderat höher erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt wird laut den vorbörslichen Indikationen mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Der SMI dürfte somit die Aufwärtstendenz der drei vorangehenden Tagen fortsetzen, und die Chancen stehen gut, dass er die Woche mit einem Plus abschliessend wird. Für gute Laune sorgen nach wie vor Andeutungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump vom Vortag zu seinen Steuerplänen. Von den grossen Schweizer Unternehmen sind News eher Mangelware.
10.02.2017 08:45

Er werde in zwei bis drei Wochen "Phänomenales" zum Thema Steuern bekannt geben, hatte Trump am Vortag angekündigt. "Es bleibt damit aber unklar, welche Reformen geplant sind", dämpfte ein Analyst den allgemeinen Optimismus. Simple Steuersenkungen würden seiner Meinung nach schneller und effektiver wirken als eine komplexe Reform, die primär auf den Schutz der US-Arbeitsplätze abziele. Rückenwind geben ausserdem die neusten und überraschend positiven Zahlen zu Chinas Aussenhandel. Diese liessen die Kurse schon an den asiatischen Märkten steigen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,09% höher bei 8'445,18 Punkten. Sämtliche Blue Chips legen vorbörslich um 0,1% zu.

Ein Auge werden die Investoren auf die Zurich-Papiere werfen, die am Vortag nach der Publikation der Jahreszahlen leicht nachgegeben hatten. Wie üblich dürften am Tag nach der Ergebnispräsentation diverse Analystenkommentare eintreffen. Erste liegen schon vor: Macquaire hat das Rating auf "Underperform" von "Neutral" gesenkt, Kepler Cheuvreux bestätigt derweil die "Reduce"-Einstufung und senkt gleichzeitig das Kursziel leicht.

Bei Swisscom sorgt eine Meldung aus Italien für Aufsehen. Die italienischen Kartellbehörden ermitteln demnach gegen ein Joint Venture von Telecom Italia und der Swisscom-Tochter Fastweb. Dies könnte einige Investoren beunruhigen, weil das wachsende Italiengeschäft in den Überlegungen des Swisscom-Managements eine zentrale Rolle spielt.

Auch zu Julius Bär gibt es eine Mitteilung des Unternehmens. Demnach ist das Institut von einer ausländischen, namentlich nicht genannten Gesellschaft auf gut 300 Mio EUR eingeklagt worden. Das Finanzinstitut bestreitet die bereits ältere Forderungen "entschieden".

Die beiden Luxusgüterpapiere von Swatch und Richemont zeigen vorbörslich (noch) keine grosse Reaktion auf die neusten chinesischen Aussenhandelszahlen. Sowohl die Aus- als auch die Einfuhren nahmen stärker zu als von Experten erwartet. Der chinesische Absatzmarkt ist für beide Konzerne von grosser Bedeutung.

Schon etwas ins Blickfeld geraten ausserdem die Blue Chips, die in der Folgewoche Zahlen vorlegen werden. Es sind dies Nestlé, CS, Actelion, Clariant und Schindler.

Relativ viel los ist zum Wochenausklang am breiten Markt. So haben der Chemiekonzern Ems, das Immobilienunternehmen Mobimo sowie die Graubündner Kantonalbank Zahlen vorgelegt, wobei vor allem jene von Ems auf guten Anklang stossen. Kudelski (+1,1%) vermeldet ausserdem einen Grossauftrag aus Indien.

rw/cf

(AWP)