Aktien Schweiz Vorbörse: Verluste auf breiter Front - Grossbanken sehr schwach

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag vor dem offiziellen Handelsstart sehr schwach. Die zaghafte Erholungsbewegung vom Vortag scheint sich damit als Strohfeuer zu entpuppen. Mit heftigen Abschlägen fallen die beiden Grossbanken UBS und CS nach dem Stabilitätsbericht der SNB auf.
16.06.2016 08:45

Die Vorgaben von den wichtigsten Überseebörsen sind negativ. Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet nicht angerührt. Da jedoch keine klaren Signale hinsichtlich eines Termins für eine mögliche nächste Zinsanhebung gegeben wurden, reagierten die Anleger an der Wall Street enttäuscht. Auch in Asien dominiert die Farbe Rot. Vor allem die Börse in Tokio wurde von einer breiten Verkaufswelle erfasst, nachdem die japanische Notenbank die Geldschleusen vorerst nicht weiter öffnen wird. Hierzulande rückt die Schweizerische Nationalbank mit ihrer neusten Lagebeurteilung in den Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) verliert um 08.20 Uhr 0,98% auf 7'604,06 Punkten.

Die grössten Kursverluste verzeichnen UBS (-2,8%) und CS (-2,2%). Die Schweizerische Nationalbank (SNB) attestiert den Schweizer Grossbanken zwar eine weitere Verbesserung ihrer Kapitalsituation, wie sie in ihrem jüngsten Stabilitätsbericht schreibt. Um aber den verschärften Anforderungen, die in ein paar Jahren erfüllt sein müssen, gerecht zu werden, sollten die Banken weitere Massnahmen ergreifen.

Sehr schwach notieren auch Sonova (-2,7%), was allerdings mit dem heutigen Dividendenabgang zu erklären ist.

Verluste von über einem Prozent sind bei den Zyklikern ABB (-1,3%), Adecco (-1,3%), LafargeHolcim (-1,1%) sowie bei den eher defensiven Givaudan (-1,1%) zu sehen.

Bei den beiden Pharmaschwergewichten schneiden Roche (-0,8%) etwas besser ab als Novartis (-1,0%). Roche hat für sein Medikament Gazyvaro in Kombination mit einer Chemotherapie in der EU die Zulassung bei der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs erhalten.

Swiss Life (-0,6%), SGS (-0,6%), Geberit (-0,7%) sowie der grosskapitalisierten Nestlé (-0,7%) halten sich vergleichsweise noch stabil.

Am breiten Markt sind die Aktien des Chiphersteller Ams nach einer Übernahme im Blick. Für die Titel der Betreiberin des Zürcher Flughafen hat Goldman Sachs die Einstufung auf "Neutral" gesenkt.

cp/cf

(AWP)