Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig Bewegung erwartet - Warten auf EZB und US-Zahlen

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag wenig verändert in den Handelstag starten und damit an die Performance vom Vortag anknüpfen (SMI +0,03%). Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am frühen Nachmittag dürften sich die Anleger grösstenteils nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, heisst es im Markt. Die Vorgaben lassen ebenfalls keinen Sprung nach oben erwarten. An der Wall Street nahmen die Anleger im Dow Jones in den letzten Handelsstunden nämlich Gewinne mit und die asiatischen Märkte notieren zumeist leicht im Minus.
09.03.2017 08:45

Die europäischen Währungshüter dürften derweil am frühen Nachmittag nach Einschätzung von Experten keine Abstriche an ihrer extrem lockeren Goldpolitik machen. Da am Freitag allerdings auch noch die US-Arbeitsmarktdaten zur Veröffentlichung anstehen - sie sind wichtig mit Blick auf die US-Zinspolitik - könnte die abwartende Haltung an den Aktienmärkten auch über den EZB-Entscheid hinausgehen, so Marktbeobachter.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr um 0,01% tiefer bei 8'625,36 Punkten.

Unternehmensnews aus dem Blue Chips Bereich sind am Berichtstag Mangelware. Entsprechend gibt es auch nur wenige Titel, die sich vorbörslich etwas deutlicher von der Indexentwicklung entfernen. Zwei solche Ausnahmen sind die Aktien der Grossbanken CS und UBS, die mit einem Minus von je rund einem halben Prozent vorbörslich klar tiefer gestellt werden. Die Bankentitel waren allerdings am Vortag aufgrund der für nächste Woche erwarteten Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed im Aufwind.

Einzelne Titel könnten von Analysten-Einstufungen bzw. -Kommentaren beeinflusst werden. Vor allem für die grossen Pharmawerte Roche und Novartis gibt es neue Studien. Der US-Broker Jefferies etwa hat für Roche GS (+0,04%) das Kursziel gleich um 20 auf 295 CHF erhöht, dies bei einem Schlusskurs von 258,60 CHF am Mittwoch.

Insgesamt liefere die gut gefüllte Pipeline im laufenden Jahr diverse mögliche Katalysatoren, meint der zuständige Analyst. Das britische Analyse-Haus Liberum setzt derweil in einer neuen Studie ein etwas bescheideneres Kursziel von 274 CHF. Der zuständige Analyst rechnet mittelfristig zwar mit einem starken Wachstum, allerdings dürfte ab 2019 der Einfluss von Biosimilars verstärkt zu spüren sein.

Bei Novartis (+0,1%) sieht Jefferies ein Kursziel von 95 CHF, dies bei aktuell 75,30 CHF. Novartis gehöre nach wie vor zu seinen bevorzugten Werten in der Branche, meint der zuständige Analyst hier. Allerdings sei er angesichts der Unsicherheiten über die weiteren Pläne von Präsident Donald Trump etwas vorsichtig. Auch Liberum hat hier mit 85 CHF ein deutlich höheres Kursziel als der aktuelle Kurs. 2017 dürfte den Tiefpunkt im aktuellen Zyklus darstellen, meint der zuständige Analyst. Nächstes Jahr sollte dann ein EPS-Wachstum von bis zu 10% möglich sein.

Im breiten Markt haben derweil diverse Firmen ihre Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr oder einen Ausblick auf 2017 gegeben. Es sind dies etwa Ascom, Cicor, Coltene, Schmolz+Bickenbach oder SFPI, wobei für alle diese Titel keine vorbörslichen Kurse vorhanden sind.

uh/ra

(AWP)