Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Dienstag vor dem offiziellen Handelsstart wenig bewegt, wobei der Grundton freundlich ist. Kaum Impulse halten die Vorgaben aus den USA bereit. Der Leitindex Dow Jones schloss zwar mit leichten Aufschlägen, nach dem gestrigen Handelsschluss in Europa bewegte er sich per Saldo allerdings kaum noch. Etwas gedämpft wurde die Entwicklung an der Wall Street von Aussagen der Fed-Präsidentin Janet Yellen, die sich bei einem öffentlichen Auftritt an der Universität in Baltimore optimistisch zum amerikanischen Arbeitsmarkt äusserte.
20.12.2016 08:46

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte notieren uneinheitlich. An der Börse in Japan allerdings sorgte der Entscheid der Notenbank, unverändert bei ihrer extrem lockeren Geldpolitik zu bleiben, zu Kursgewinnen auf breiter Front. Hierzulande rückt derweil die sich wieder akzentuierende Stärke des Franken zum Euro in den Blick.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr 0,11% höher bei 8'243,19 Punkten.

Die grosse Mehrheit der Blue Chips notiert kaum verändert. Die einzige Ausnahme sind die Industriewerte ABB, die um 0,7% höher taxiert werden, ohne das allerdings spezifische Gründe auszumachen sind.

Einmal mehr unter Beobachtung stehen Credit Suisse (+0,1%), die am Vortag etwas ausgeprägter als die anderen Bankenwerte abgegeben hatten und auch insgesamt zu den grossen Verlierern gehörten. Die seit Jahresbeginn stark gebeutelte Aktie steht aktuell wegen eines Medienberichts im Blick. Das US-Justizministerium verlangt von der Bank für einen Vergleich im US-Hypothekenstreit eine Zahlung von 5 bis 7 Mrd USD. Credit Suisse habe dies allerdings abgelehnt, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf eine mit der Sache vertraute Quelle. Die Vorwürfe wegen des Verkaufs fauler Hypothekenpapiere gehen auf die Zeit vor der Finanzkrise zurück und betreffen auch weitere Grossbanken.

Die Syngenta-Aktie (+0,1%) notiert weiterhin klar unter dem Angebotspreis des chinesischen Staatsbetriebs ChemChina. Dieser hat das Übernahmeangebot für die Basler erneut verlängert, mittlerweile zum fünften Mal. Neu endet die Frist am 2. März 2017. Nach altem Stand hätte die Angebotsfrist am 5. Januar enden sollen.

Mit einem erneuten Zukauf sind Novartis (+0,1%) im Blick. Dieses Mal übernimmt der Pharmakonzern das US-Unternehmen Encore Vision und stärkt damit seine Augenheilkunde-Sparte.

Bei Galenica (kein Kurs) lässt eine Beteiligungsmeldung der SIX aufhorchen. Neu halten der Investor Remo und Manuela Stoffel über mehrere Gesellschaften einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 10%. Die Aktionärsgruppe Sprint um das Private-Equity-Unternehmen KKR wiederum hat ihren Anteil auf rund 15% von zuvor knapp 21% reduziert. Dies kommt allerdings nicht überraschend. Dass Sprint seine Beteiligung vollständig verkaufen will, ist seit Sommer bekannt. Im September zeigte sich Galenica-Präsident Etienne Jornod überzeugt davon, dass die Sprint-Beteiligung in gute Hände kommen wird. Sprint hatte sich bereits im Mai von einem Fünftel des Aktienpakets getrennt, was die Galenica-Papiere damals jedoch deutlich unter Druck gesetzt hatte, da die Veräusserung alle Marktteilnehmer überrascht hatte.

Am breiten Markt fallen Straumann mit +1,6% positiv auf. Laut CEO Marco Gadola wird der Dentalimplantate-Hersteller das Geschäftsjahr 2016 "äusserst" erfolgreich abschliessen, wie er in einem Interview erklärte.

Unter Beobachtung stehen u.a. auch die Bobst-Aktien (kein Kurs) während des heute stattfindenden Investorentags. Im Vorfeld der Veranstaltung hat der Verpackungsmaschinenhersteller für das Geschäftsjahr 2017 eine gegenüber dem auslaufenden Geschäftsjahr 2016 stabile Umsatzentwicklung und eine mit 2016 vergleichbare Margenentwicklung aus Stufe EBIT in Aussicht gestellt.

cp/rw

(AWP)