Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert - Actelion bleiben im Zentrum

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Mittwoch eine wenig veränderte Eröffnung ab. Die Vorgaben aus Übersee sind eher verhalten. Die US-Märkte haben am Dienstagabend freundlich geschlossen, der Leitindex Dow Jones hat allerdings den Sprung über die Schwelle von 20'000 Punkten erneut knapp verfehlt. Die asiatischen Märkte zeigen sich uneinheitlich, so hat der japanische Nikkei-Index im Handelsverlauf in den Minusbereich gedreht.
21.12.2016 08:45

Insgesamt zeichnet sich ein ruhiger Handelstag ab. Die Investoren hätten sich auch von den gestiegenen geopolitischen Risiken nicht beeindrucken lassen, meinte ein Händler. Am Nachmittag stehen noch einige Nachrichten von Konjunkturseite auf dem Programm, darunter aus der EU Daten zur Konsumentenstimmung und aus den USA Daten zum Häusermarkt sowie der Ölbericht des Energieministeriums. Hierzulande veröffentlicht am Morgen die SNB Daten zur Zahlungsbilanz und den Auslandvermögen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr 0,02% im Minus bei 8'241,44 Punkten.

Weiterhin im Zentrum stehen die Titel des umworbenen Biotech-Unternehmens Actelion (vorbörslich +3,0%). In den letzten beiden Tagen waren die Titel wieder deutlich zurückgekommen, nachdem die Zweifel der Investoren über eine bevorstehende Übernahme des Allschwiler Unternehmens wieder gewachsen sind. Die Nachrichtenagentur Reuters hat nun in der Nacht auf den Mittwoch unter Berufung auf Insider wieder über Fortschritte in den Übernahmeverhandlungen zwischen dem französischen Pharmakonzern Sanofi und Actelion berichtet. Mittlerweile sei zudem der Druck der Investoren auf Actelion sehr gross, so Reuters.

Die Pharmakonzerne Roche und Novartis (je -0,1%) stehen leicht im Minus. Roche hatte am Vorabend mitgeteilt, dass die die US-Gesundheitsbehörde FDA den Prüfungszeitraum wegen für den Zulassungsantrag des Roche-Medikaments Ocrevus (Ocrelizumab) zur Therapie von Multipler Sklerose (MS) wegen zusätzlicher Daten bis Ende März 2017 verlängert hat. Die Verlängerung stehe nicht im Zusammenhang mit der Wirksamkeit oder Sicherheit des Medikaments, versichert der Pharmakonzern.

Die Bankentitel UBS sowie CS (je -0,1%) werden ebenfalls leicht im Minus gesehen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat am Morgen mitgeteilt, dass sie nach mehrjährigen Verfahren verschiedene Banken wegen Absprachen bei Referenzzinssätzen sanktioniert, darunter beim Franken-Libor, dem EURIBOR, dem Yen-LIBOR sowie Euroyen-TIBOR. Wegen Teilnahme am Schweizer Franken Spread-Kartell wird auch die CS mit einer Busse von rund 2 Mio CHF belegt, die UBS geht dagegen ohne Sanktionen aus.

Ebenfalls rund 0,1% im Minus notieren vorbörslich verschiedene zyklische Titel wie Adecco und LafargeHolcim, ABB (-0,2%) geben etwas stärker nach. Der Warenprüfkonzern SGS (-0,1%) setzt derweil seine Akquisitionstrategie fort und übernimmt in Marokko ein auf Nahrungsmittelprüfung spezialisiertes Unternehmen mit 28 Mitarbeitenden.

Die am breiten Markt notierte Dormakaba (kein Kurs) hat am Morgen eine bedeutende Akquisition vermeldet: Das Schliesstechnikunternehmen übernimmt vom US-Unternehmen Stanley Black & Decker die "Mechanical-Security"-Geschäfte für einen Kaufpreis von 725 Mio USD in bar. Im November hatte Dormakaba bereits die Übernahme des US-Türen- und Beschlägehersteller Mesker Openings bekanntgegeben.

Der Baukonzern Implenia (kein Kurs) hat in Norwegen zwei Aufträge im Gesamtwert von 65 Mio CHF erhalten. Das Pharmaunternehmen Kuros hat zudem die Einreichung eine Zulassungsantrags für sein Wundversiegelungsmittels Neuroseal in der EU bekanntgegeben.

tp/rw

(AWP)