Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert - LHN, CFR nach Zahlen fester

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte die Sitzung vom Freitag gemäss vorbörslichen Notierungen wenig verändert, allerdings mit leicht negativer Tendenz eröffnen. Damit zeichnet sich auch nach fünf Tagen in Folge mit Kursverlusten im SMI keine Erholung ab. Die Verunsicherung im Vorfeld der US-Präsidentschatswahlen, die bereits am kommenden Dienstag über die Bühne gehen werden, bleibe hoch und entsprechend volatil sei das Geschehen, heisst es in Handelskreisen. Die wieder gestiegene Unsicherheit bezüglich Ausgang der Wahlen hat den SMI im bisherigen Wochenverlauf schon um rund 3,5% nach unten gedrückt.
04.11.2016 08:45

Die Verunsicherung der Marktakteure zeigt sich auch an der zuletzt wieder stark gestiegenen Volatilität. Das hiesige Schwankungsbarometer VSMI hat seit dem letzten Tiefstand vor rund zwei Wochen um über 40% zugenommen auf einen Stand von zuletzt etwa 20. Hierzulande sind zum Wochenschluss mit LafargeHolcim und Richemont nochmals zwei wichtige SMI-Firmen mit Zahlen im Fokus, wobei beide Aktien vorbörslich zu den Gewinnern gehören.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,09% tiefer bei 7'634,05 Punkten.

Klar stärkster Wert unter den Blue Chip sind LafargeHolcim (+2,1%). Nach einem überzeugenden zweiten Quartal habe der Ostschweizer Weltmarktführer unter den Zementkonzernen auch für das dritte Quartal mit einem überzeugenden Zahlenkranz aufgewartet, heisst es im Markt. Obschon der Umsatz unter den Analystenerwartungen liege, seien letztere beim bereinigten operativen EBITDA dank kostenseitigen Fortschritten übertroffen worden. Ausserdem sei der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt worden, was ebenfalls beruhigend sei.

Etwas fester notieren vorbörslich auch Richemont (+0,4%). Der Luxusgüterkonzern hat ein Halbjahresergebnis präsentiert, das zahlenmässig nicht allzu stark überraschte, zumal der Konzern bereits früher gewisse Angaben dazu gemacht hatte. Die gleichzeitig mit den Zahlen angekündigten grösseren Veränderungen in Verwaltungsrat und Management sollen das Unternehmen fit machen für die grossen Herausforderungen in der Branche.

Für das vorbörsliche Minus sind vor allem die grossen Pharmatitel Novartis (-0,7%) und Roche (-0,6%) verantwortlich, die besonders unter den Unsicherheiten in Sachen US-Wahlen leiden.

Weiter im Fokus dürften auch die Titel von Firmen sein, die am Vortag Zahlen präsentiert hatten. Dazu gehören etwas Credit Suisse (-0,1% auf 12,31), die am Vortag über 7% eingebüsst hatten. Die Einschätzungen bei Analysten sind weiterhin nicht einheitlich. Die Analysten von Natixis beispielsweise haben das Kursziel auf 11,50 CHF etwas gesenkt, die Kollegen der UBS haben es dagegen auf 14,50 relativ klar nach oben angepasst. Swisscom und Swiss Re büssen am Tag nach der Zahlenbekanntgabe beide je 0,1% ein, am Vortag hatten sie unverändert bzw. 0,8% höher geschlossen.

Grosser Gewinner nach Zahlen am Vortag waren mit einem Plus von fast 7% Dufry gewesen, nun scheinen die Papiere des Reisedetailhändlers auch am Berichtstag weiter gesucht zu sein (+0,9%).

uh/cf

(AWP)