Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert - Weitere Jahreszahlen im breiten Markt

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Mittwoch kaum verändert in den Handelstag starten. Die Stimmung der Anleger bleibt von Zurückhaltung geprägt. Die US-Märkte liefern kaum Impulse, die wichtigsten Indizes haben den Handel am Vorabend leicht im Minus beendet und sich nach Europaschluss kaum mehr bewegt. Die asiatischen Märkte geben ebenfalls zum grösseren Teil leicht nach. Neue Zahlen aus China zeigen ein etwas schwächeres Wachstum der Exporte im Februar als von den Experten erwartet.
08.03.2017 08:45

Weiterhin warten die Anleger auf die EZB-Sitzung vom Donnerstag und auf die US-Arbeitsmarktzahlen vom Freitag, die nicht zuletzt im Hinblick auf die Mitte März anstehende Zinsentscheidung in den USA auf Interesse stossen. Hinweise auf die Situation am US-Arbeitsmarkt dürften die am Nachmittag anstehenden ADP-Beschäftigungszahlen liefern. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch das Fed wird laut dem Kommentar einer Grossbank allerdings bereits "nahe an 100%" eingeschätzt.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.25 Uhr um 0,03% im Plus bei 8'626,89 Punkten.

Die schwergewichtigen Pharmawerte werden vorbörslich von Analystenstudien beeinflusst, nachdem sie am Vortag noch durch einen "Tweet" von US-Präsident Donald Trump belastet worden waren. Roche (+0,9%) erhalten nun Unterstützung von den Barclays-Analysten, die die Abdeckung von Roche neu mit "Overweight" aufnehmen. Gleichzeitig bewerten sie aber die Titel der Konkurrentin Novartis (unv.) mit "Underweight". Société Générale spricht für Novartis am Mittwoch allerdings eine "Buy"-Empfehlung aus.

Ebenfalls vorbörslich fester notieren Actelion (+0,7%). JPMorgan hat das Rating für die Titel des Baselbieter Pharmaunternehmens auf "Overweight" angehoben - der zuständige Analyst sieht in den jüngsten Zwischenfälle mit dem Medikament Uptravi keine Gefahr für die anstehende Übernahme durch Johnson&Johnson.

Die Grossbankentitel UBS und CS zeigen sich wie die meisten Blue Chips praktisch unverändert. Zuletzt hatte die angekündigte Kapitalerhöhung der Deutschen Bank europaweit auf den Grossbanken-Werten gelastet. Leicht im Minus notieren dagegen die Einzelversicherer Swiss Life und Zurich (je -0,1%).

Etwas stärker unter Druck stehen vorbörslich zudem die Titel des Uhrenkonzerns Swatch (-0,2%). Im wichtigen Markt China haben die Exporte etwas schwächer angezogen als erwartet, die Importe sind allerdings deutlich angestiegen. Richemont präsentieren sich derweil ebenfalls kaum bewegt.

Am breiten Markt geben Lindt&Sprüngli (-1,7%) nach, nachdem die Titel des Schokoladeproduzenten am Vortag nach Jahreszahlen noch fester geschlossen hatten. Die Analysten von BaaderHelvea haben ihr "Hold"-Rating für die Titel bekräftigt.

Hierzulande läuft die Bilanzsaison mit einer Reihe an Ergebnissen von Unternehmen aus dem breiten Markt weiter. So haben die Industrieunternehmen Bossard und Feintool die Erwartungen der Analysten beim Gewinn übertreffen können, ebenso wie der Lagerlogistiker Kardex. Der Kunststoff-Hersteller Gurit hat zwar Fortschritte bei der Profitabilität ausgewiesen, blieb aber unter den Prognosen.

Das Schliesstechnik-Unternehmen Dormakaba hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres die Erwartungen beim Umsatz derweil leicht übertroffen, punkto Reingewinn allerdings verfehlt. Zudem hat die Walliser Kantonalbank für 2016 einen gehaltenen Reingewinn ausgewiesen, das operative Ergebnis wurde allerdings durch eine Pensionskassenrückstellung belastet.

tp/rw

(AWP)