Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig veränderte Eröffnung erwartet - Impulse fehlen

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt blicken die Anleger am Mittwoch auf einen wenig veränderten Handelsstart. Nach wie vor fehlen laut Händlern richtungsweisende Impulse an den internationalen Märkten. Dies sei mit ein Grund, weshalb an der Wall Street sowohl der Dow Jones Index als auch der marktbreite S&P 500 seit Erreichen der Rekordniveaus im August nicht mehr weiterkommen.
24.08.2016 08:45

Seit dem gestrigen Europaschluss büssen die Futures leicht an Wert ein, während die Vorgaben aus Asien gemischt ausfallen. Das Geschäft hierzulande dürfte in ruhigen Bahnen verlaufen, wobei am Nachmittag Daten zum US-Immobilienmarkt sowie der Ölbericht des US-Energieministeriums die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Vorfeld dazu büssen die Ölpreise die Kursgewinne des Vortages ein.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,08% tiefer bei 8'195,13 Punkten. Das Gros der SMI-Titel notiert im Bereich des Gesamtmarktes.

In Europa sind die Aktienmärkte mit der Aussicht auf langfristig weiterhin billiges Geld sowie guten Konjunkturdaten zuletzt in kleinen Schritten in die Höhe geklettert. Marktbeobachter mahnen jedoch zur Vorsicht, da die derzeit hohe Bewertung einige Risiken mit sich bringe und Gewinne realisiert werden könnten. Am Markt warte man nun auf frische Impulse und der Blick richte sich dazu bereits auf das am Freitag beginnende Notenbanktreffen in Jackson Hole. Dort könnte Fed-Chefin Janet Yellen neue Hinweise zum Zeitpunkt des nächsten Zinsschritts in den USA liefern.

Zu den Blue Chips gibt es am Mittwoch kaum börsenrelevante News. Zur Schwäche neigen im vorbörslichen Handel die Uhrenaktien der Swatch Group (-0,6%), deren Rating von der Société Générale auf 'Sell' von 'Hold' gesenkt worden ist. Als Problem wird unter anderem die rückläufige Zahl chinesischer Touristen in Europa gesehen, die auf ihren Reisen Uhren kaufen. Im Sog von Swatch dürften auch die Konkurrenzpapiere von Richemont (-0,2%) tiefer eröffnen. Am Vortag hatten erneut deutlich rückläufige Daten zu den Schweizer Uhrenexporten das Sentiment im Sektor belastet.

Auch die Bankentitel der UBS (-0,2%) dürften nach den gestrigen Kursgewinnen etwas schwächer eröffnen. Credit Suisse und Julius Bär verlieren im vorbörslichen Geschäft je 0,1%. Gleichgross sind die Abgaben der Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé. Letztere hatten am Dienstag gegen Handelsschluss noch leicht unter der Abstufung des Fitch-Kreditratings auf 'AA' von 'AA+' gelitten. Die Ratingsenkung reflektiere unter anderem den langsameren als erwartet laufenden Schuldenabbau, heisst es in der Begründung.

Etwas unter Druck kommen könnten nach dem schweren Erdbeben in Zentralitalien die Papiere des Rückversicherers Swiss Re oder des Versicherers Zurich (je -0,1%). Einziger Gewinner ist derzeit LafargeHolcim (+0,2%).

In der Schweiz spielt die Musik nach wie vor am breiten Markt, wo eine Vielzahl von Unternehmen am Berichtstag Geschäftszahlen vorgelegt haben. So haben beispielsweise der Flughafen Zürich oder der Werbevermarkter Goldbach für das erste Halbjahr steigende Umsätze und Gewinne gemeldet. Demgegenüber blieb die angeschlagene Modekette Charles Vögele tief in den roten Zahlen. Zahlen gibt es auch von den beiden Immobiliengesellschaften Warteck Invest und Peach Property.

Straumann (-0,7%) könnten am Tag nach der Ergebnispublikation einen Teil der am Dienstag erzielten Kursgewinne (+1,4%) einbüssen. Sowohl HSBC als auch Kepler Cheuvreux haben das Rating auf 'Hold' von 'Buy' gesenkt.

mk/uh

(AWP)