Morning Briefing - International

06.03.2017 07:29

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - DEUTSCHE BANK IM FOKUS - Am deutschen Aktienmarkt zeichnen sich am Montag zunächst weitere Gewinnmitnahmen ab. Der Broker IG taxierte den Dax am Morgen rund zwei Stunden vor dem Start 0,33 Prozent tiefer auf 11 988 Punkte. In der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex den höchsten Stand seit April 2015 erklommen, zum Wochenende hin dann aber etwas geschwächelt. Gesprächsthema des Tages ist die Deutsche Bank mit einer Kapitalerhöhung und einem weiteren Konzernumbau. So soll die Postbank nun integriert werden.

USA: - UNVERÄNDERT - Eine von der Notenbank-Vorsitzenden Janet Yellen angedeutete Leitzinsanhebung noch in diesem Monat hat den New Yorker Aktienmarkt am Freitag nicht mehr überrascht. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes durch die US-Notenbank Fed wurde am Markt bereits vor den Aussagen Yellens als sehr hoch eingestuft. Der Dow Jones Industrial schloss mit plus 0,01 Prozent auf 21 005,71 Punkten.

ASIEN: - JAPAN RUNTER - Asiens Aktienmärkte haben sich am Montag zumeist positiv entwickelt. Ausnahme war die japanische Börse. Ein stärkerer Yen drückte auf die Kurse, weil mit einer stärkeren Währung die Exportaussichten schwinden. Experten sahen als Hintergrund der Yen-Stärke die politischen Spannungen in Korea. Nordkorea hatte nach Angaben Japans und Südkoreas mehrere ballistische Testraketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert.

DAX                12.027,36       -0,27%
XDAX               12.019,19	   -0,25%
EuroSTOXX 50		3.403,39		0,55%
Stoxx50        		3.116,91		0,06%

DJIA               21.005,71	    0,01%
S&P 500        		2.383,12		0,05%
NASDAQ 100  		5.373,48		0,19%

Nikkei 225         19.379,14        -0,5% (Schlusskurs)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - KAUM VERÄNDERT - Der Bund-Future sollte wenig geändert in den Tag starten, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Montagmorgen. Die politische Situation im Euroraum bleibe ein Stützungsfaktor. Ausserdem werde die Tagung des EZB-Rats erste Schatten voraus. Der Bund Future (Juni-Kontrakt) sollte sich nach Gojnys Meinung am Tage zwischen 160,10 und 161,55 bewegen. Die Experten der Helaba sehen den März-Kontrakt des Bund-Future in einer Handelsspanne von 163,20 bis 164,80.

Bund-Future (März)		164,00		-0,41%
Bund-Future (Juni)      160,76		-0,43%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,06 DOLLAR - Der Euro hat sich am Montagmorgen weiter stark gezeigt und über 1,06 Dollar notiert. Die Gemeinschaftswährung hatte am Freitag nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen merklich zugelegt. Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed hatte eine Zinserhöhung Mitte März in Aussicht gestellt. Mit Blick auf das nach der Yellen-Rede zugenommene Kaufinteresse beim Euro sagten Marktbeobachter, dass es nun für die EZB immer schwerer werden dürfte, ihre aktuell noch immer sehr expansive Geldpolitik weiter zu rechtfertigen. Sie verwiesen dabei auch auf die zuletzt gestiegenen Verbraucher- und Erzeugerpreise in der Eurozone. Die EZB hatte den Referenzkurs für den Euro am Freitagnachmittag noch auf 1,0565 (Donnerstag: 1,0514) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,0603		-0,13%
USD/Yen             113,87		-0,04%
Euro/Yen       		120,73		-0,17%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise sind am Montag gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,74 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April fiel um 20 Cent auf 53,13 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- PSA will für Opel samt Opel Bank 2,2 Milliarden Euro bezahlen, FAZ, S. 15

- PSA übernimmt mit Opel auch einen Teil des Pensionsdefizits des deutschen Autobauers - Bekanntgabe am Montag, FT, S. 15

- General Motors verliert mit Verkauf von Opel samt Opel Bank günstige Finanzierungsquelle für Autokredite, WSJ, S. B1

- WDH: Frühere Osram-Sparte Ledvance sieht nach Verkauf wieder Perspektive, Interview mit Ledvance-Chef Jes Munk Hansen, HB, S. 18, 19

- Union legt Eckpunkte zur Reform der Vorstandsvergütung vor, HB, S. 9

- Ökonomen kritisieren SPD-Reformpläne für den Arbeitsmarkt, HB, S. 1, 8

- Neuer Streit um Erweiterung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream, FAZ, S. 17

- HSH Nordbank ist grosses Risiko für die Sparkassen, FAZ, S. 18

- WDH: Berlin kritisiert geplante Finanzierung des EU-Verteidigungsfonds, HB, S. 13

- Umfrage: Hauptsorge der deutschen Wirtschaft ist der Zustand der EU, Welt, S. 10

- IG-Metall fordert stärkere Förderung von Weiterbildung, Welt, S. 11

- Frankreichs Präsident Francois Hollande glaubt, dass die EU nur dann überlebt, wenn einige Staaten schneller vorangehen als andere, Interview, SZ, S. 2

- Gesamtkosten für PSA bei der Opel-Übernahme dürften bei etwa 2 Milliarden Euro liegen, SZ, S. 17

- Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Sozialmissbrauch: Das Taxigewerbe in Deutschland arbeitet in vielen Städten unsauber - vor allem in Berlin, Welt, S. 6

- Berliner Verkehrsbetriebe: "Wir bekommen keine serienreifen Elektrobusse", Interview mit BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta, SZ, S. 18

- CDU warnt SPD vor Frühverrentungsprogramm bei Arbeitslosengeld I, Kölner Stadt-Anzeiger

- Arbeitnehmerflügel der Unions-Fraktion kritisiert Schulz-Vorstoss zum Arbeitslosengeld als unzureichend, Funke Mediengruppe

- Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer, nimmt den Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, in Schutz, Berliner Zeitung

- Keine schriftliche Vereinbarung über Beamtensold für den Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, Kölner Stadt-Anzeiger

- WDH: Koalitionsgipfel wegen Krankheit Seehofers abgesagt, Rheinische Post

- Kassen geben mehr Geld für Schwerkranke und Sterbebegleitung aus, Bild, online

(WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

(AWP)