Morning Briefing - International

16.08.2017 07:33

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - WEITERE ERHOLUNG - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Mittwoch vor der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed eine weitere Stabilisierung ab. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor dem Start 0,16 Prozent höher auf 12 196 Punkte.

USA: - SEITWÄRTS - Ein festerer US-Dollar hat die Anleger an den US-Aktienmärkten am Dienstag in der Defensive und die Indizes träge gehalten. Die US-Währung profitierte Händlern zufolge von unerwartet starken US-Konjunkturdaten. Positiv werteten die Börsianer, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt hat. Unter den Einzelwerten stachen Apple-Aktien mit einem weiteren Rekordhoch heraus.

ASIEN: - UNEINHEITLICH - An den asiatischen Börsen atmen Anleger am Mittwochmorgen nach den turbulenten Tagen der jüngsten Zeit erst einmal durch. Grosse Ausschläge gibt es an den Märkten kaum. Nachdem es im Zuge der Nordkorea-Krise wegen Sorgen vor einer militärischen Eskalation zunächst stark bergab gegangen war, konnten sich die Kurse jüngst nach einer leichten Entspannung der Lage wieder erholen. Nachgeholt wurde dies nun auch in Südkorea, wo der Handel wegen Feiern zum Unabhängigkeitstag am Vortag geschlossen war. Für den Leitindex Kospi ging es um 0,52 Prozent nach oben. In Japan konnte der Nikkei von einem als sicherer Hafen nun weniger gefragten Yen profitieren. In China musste der CSI 300 , in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, indes leicht federn lassen. Derweil richten sich die Blicke der Investoren langsam auch wieder auf die US-Notenbank Fed. Denn die Umsätze des US-Einzelhandels sind nach jüngsten Zahlen im Juli deutlich stärker als erwartet gestiegen. Dies spreche für eine robuste Konjunktur und mache eine baldige Leitzinsanhebung der Fed wieder wahrscheinlicher, so ein Marktbeobachter am Morgen. Mit Spannung dürfte heute die Veröffentlichung des letzten Sitzungsprotokolls der Fed erwartet werden.

DAX                12.177,04    	0,10%
XDAX               12.198,32	    0,29%
EuroSTOXX 50		3.461,91		0,33%
Stoxx50        		3.062,68		0,12%

DJIA               21.998,99	    0,02%
S&P 500        		2.464,61	   -0,05%
NASDAQ 100  		5.907,73	   -0,01%

Nikkei 225         19.759,83       +0,03% (7:01 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - KAUM VERÄNDERT - Im heutigen Handel dürften Investoren nach den gut ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen auf weitere Daten aus den USA zu den Baubeginne und -genehmigungen achten. Zudem steht vor allem die Veröffentlichung des FOMC-Tagungsprotokolls an. Dirk Gojny, Experte der National-Bank, rechnet mit einer wenig geänderten Eröffnung des Bund-Futures. Er rechnet mit einer Handelsspanne zwischen 163,25 und 164,45.

Bund-Future Schlusskurs		163,78		-0,17%
Bund-Future Settlement		163,85		-0,04%

DEVISEN: - STABIL - Der Euro hat sich am Mittwochmorgen weiter über der Marke von 1,17 US-Dollar gehalten. Zuletzt kostete die Währung 1,1742 US-Dollar und damit etwas mehr als im US-Handel des Vortages. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1744 (Montag: 1,1797) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8515 (0,8477) Euro gekostet.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1742		0,06%
USD/Yen            	110,69		0,03%
Euro/Yen       		129,96		0,08%

ROHÖL - LEICHT NACH OBEN - Die Ölpreise sind am Mittwoch bei ruhigem Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 51,10 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 21 Cent auf 47,76 Dollar.

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PRESSESCHAU

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TOP-THEMA: Air Berlin/Lufthansa

- EasyJet und Lufthansa sollen sich Air-Berlin-Erbmasse teilen - Kritik von Wettbewerbsrechtlern, Welt, S.1 (Meldung dazu wurde um 5 Uhr wiederholt)

- Ex-Chefs der Monopolkommission, Justus Haucap und Daniel Zimmer, kritisieren Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für seine Aussagen zu kartellrechtlichen Angelegenheiten bei Air-Berlin-Insolvenz und möglicher Teil-Übernahme durch Lufthansa, Welt, S.1 (Meldung dazu wurde um 5 Uhr wiederholt)

- NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) für Lufthansa-Einstieg bei Air Berlin, Interview, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Meldung dazu wurde um 5 Uhr wiederholt)

- Airline-Experte Tobias Rückerl kritisiert Regierungskredit für Air Berlin: "Millionen in ein totes Pferd gepumpt", Interview, Business Insider

bis 7.15 Uhr

- Einspruchsfrist für Tata-Vereinbarung zu Pensionslasten läuft bis 8. September, danach endgültige Entscheidung über Stahlfusion mit Thyssenkrupp, BöZ, S. 8

-Solarworld-Gründer Frank Asbeck sucht nach Möglichkeiten, die Fördertöpfe von Bund, Ländern und EU anzuzapfen, HB, S. 8

- Nach Deutschland sind vermutlich deutlich mehr fipronilbelastete Eier geliefert worden als bisher bekannt, Neue Osnabrücker Zeitung.

bis 1.00 Uhr:

- Entschädigung der G20-Krawallopfer zieht sich bis Ende 2017, Der Spiegel

bis 23.30 Uhr:

- Der Wirtschaftsweise Volker Wieland begrüsst die Prüfung der EZB-Anleihekäufe. "Ausstieg längst gerechtfertigt", Interview, BöZ, S. 5

- Die auf Osteuropa fokussierte Bank Procredit erwägt nach der Erstnotierung an der Frankfurter Börse im Dezember vergangenen Jahres eine Kapitalerhöhung, Interview mit Vorstandsmitglied Borislav Kostadinov, BöZ, S. 2

- In den USA werden Krankenversicherungen deutlich teurer, falls die US-Regierung nicht wie unter dem sogenannten Affordable Care Act (Obamacare) Milliarden an Versicherungskonzerne auszahlt. Prämien für mittelpreisige Versicherungen dürften im Schnitt um 20 Prozent steigen, WSJ Online

bis 21.00 Uhr:

- Gary Hufbauer, Ökonom vom Peterson Institute for International Economics, warnt vor dem nationalistischen Kurs des US-Präsidenten in der Handelspolitik. "Deutsche Autobauer sind im Visier", Interview, HB, S. 7

- Rechtsexperte Christoph Schalast über Graubereiche zwischen erlaubter Geldpolitik und verbotener Wirtschaftspolitik. "Es gibt gute Argumente für die EZB", Interview, HB, S. 31

- Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) wirft Medien wegen Rosneft Wahlkampfhilfe für Merkel vor, Interview, Redaktionsnetzwerk Deutschland

- Chinesischer Tencent-Konzern nutzt für seine Cloud Rechenzentrum in Frankfurt, FAZ, S. 21

(WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

cf/

(AWP)