Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
06.07.2016 07:33

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - Schwache Vorgaben von den Weltbörsen dürften den Dax zur Wochenmitte weiter belasten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Montagmorgen 1,22 Prozent tiefer auf 9416 Punkte. Bereits tags zuvor hatte der Brexit-Blues die Anleger wieder erfasst und die vorherige Erholungsrally endgültig ausgebremst.

USA: - ABWÄRTS - Die US-Börsen haben am Dienstag nach dem verlängerten Feiertagswochenende ihrer Erholung aus der Vorwoche Tribut gezollt. Sorgen über den Zustand der Weltwirtschaft griffen wieder um sich, und die weiter vorherrschende Unsicherheit über den Brexit dämpfe die Stimmung, hiess es aus dem Markt. Hinzu kämen die wieder spürbar rückläufigen Ölpreise. Am Vortag waren die Finanzmärkte in den Vereinigten Staaten wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen geblieben.

ASIEN: - TIEFROT - An den asiatischen Börsen weiteten sich die Verluste am Mittwoch aus. Vor allem in Japan ging es wieder abwärts, da viele Anleger angesichts wieder aufgekeimter Brexit-Sorgen in den als sicherer Hafen geltenden Yen flüchteten und die Währung so aufwertete. Das erschwert der japanischen Wirtschaft den Export. In Hongkong sackte der Hang-Seng-Index um rund 2 Prozent ab, während sich Chinas Festland-Börsen stabil zeigten.

DAX              	9.532,61		-1,82%
XDAX            	9.493,76		-2,40%
EuroSTOXX 50		2.812,88		-1,72%
Stoxx50        		2.783,03		-1,10%

DJIA               17.840,62	    -0,61%
S&P 500        		2.088,55		-0,68%
NASDAQ 100  		4.410,75		-0,60%

Nikkei 225         15.269,35        -2,55% (7:00 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - REKORDNIEDRIGE RENDITEN - Die Sorgen vor einer erheblichen Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit seien zurück, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Mittwochmorgen. Es sei durchaus möglich, dass nach den neuen Rekordtiefständen für die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries nun Rekordtiefstände bei den 10-jährigen Bundesanleihen folgten. Den Bund-Future sieht Gojny im Tagesverlauf zwischen 167,05 und 196,05.

Bund-Future   		167,90		0,42%

DEVISEN: - EURO UNTER 1,1065 DOLLAR- Der Eurokurs ist bis zum Mittwochmorgen weiter abgesackt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1055 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Vortag noch auf 1,1146 (Montag: 1,1138) US-Dollar festgesetzt. Kurz danach begann der Euro zu rutschen. Auch das Pfund als Krisenbarometer nach dem Votum der Briten für einen Ausstieg aus der EU wertete zum US-Dollar immer weiter ab. In der Nacht rutschte das "Cable" erstmals seit 1985 unter 1,28 Dollar.

(Alle Kurse 7:20 Uhr)
Euro/USD       		1,1055		-0,19%
USD/Yen         	100,92		-0,87%
Euro/Yen       		111,56		-1,03%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Morgen 47,85 US-Dollar. Das waren 11 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 15 Cent auf 46,45 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Neben Automobilfirmen auch Stahlkocher im Visier der Kartellbehörde, HB, S. 1

- Star-Verteidiger Hanns Feigen beklagt Misstrauen von Staatsanwälten gegenüber der Wirtschaft, Interview, HB, S. 16

- Unions-Bundestagsfraktionsvize Ralph Brinkhaus kritisiert britische Steuerdumping-Pläne, FAZ, S. 19

- Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin rechnet mit keinen schwerwiegenden Folgen des EU-Austritts für Grossbritannien, deshalb werde der Brexit nach einigen Jahren seine abschreckende Wirkung verlieren, Gastbeitrag, FAZ, S. 20

- Blackrock-Vizepräsident Philipp Hildebrand fordert Staatshilfe für italienische Banken, Gastbeitrag, FT, S. 9

- Fast 900 Unternehmen in China wollen an die Börse - Aufsicht bremst, WSJ, B1

- Autobauer dürfen bei Abgaswerten weiter tricksen - Deutschland scheitert im ersten Anlauf mit seinem Vorstoss bei der EU, den Gebrauch von Abschalteinrichtungen einzuschränken, Welt, S. 9

- Flüchtlingskosten: Länder fordern acht Milliarden Euro mehr vom Bund, Interview mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), SZ, S. 1

- Deutsche Börse wirbt mit Doppelholding für Fusion mit Londoner Rivalen, SZ, S. 20

- BASF-Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht und Telekom-Chefkontrolleur Ulrich Lehner verteidigen Vorzugsbehandlung von institutionellen Investoren, Interview, BöZ, S. 9

- Bundessicherheitsrat genehmigt Ausfuhr weiterer Waffensysteme in die Golfregion - Zudem Lieferung eines U-Boots von Thyssenkrupp an Ägypten, Spiegel Online

- NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) fordert Sammelklagen für VW-Kunden - Bundesregierung prüft, Gespräch mit Bundes-Justizstaatssekretär Gerd Billen, Bild, S. 2

- Bundesnetzagentur fürchtet 3,5 Milliarden Euro Zusatzkosten für Verbraucher durch neue Energienetz-Regeln, Funke Mediengruppe

- Nur wenige Langzeitarbeitslose finden einen Job, Zeitungen der Funke Mediengruppe

- Polizeigewerkschaft DPolG: Kriminelle können auch neue 50er-Note fälschen, Interview mit DPolG-Chef Rainer Wendt, Zeitungen der Funke Mediengruppe

- DIHK-Präsident Eric Schweitzer erwartet vom Bundeshaushalt 2017 und der Finanzplanung bis 2020 "Signal für mehr Investitionen", Interview, Neue Osnabrücker Zeitung

- Frankreich will Staatsausgaben kommendes Jahr um mehr als 3 Milliarden Euro erhöhen, Le Figaro

- Frankreich verhängte 2015 Rekordstrafen von 1,25 Milliarden Euro für Kartelle, Les Echos

- WDH: Stuttgart 21 könnte mehrere Milliarden Euro teurer werden, Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten

cf

(AWP)