Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
12.09.2016 07:32

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - DEUTLICHE VERLUSTE - Nach dem Einbruch der Wall Street vor dem Wochenende droht auch dem Dax am Montag ein Kursrutsch. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt über 2 Prozent tiefer auf 10 347 Punkte. Damit würde er um rund 230 Punkte auf den Stand von Anfang August einknicken. Der regionale Notenbankchef von Boston, Eric Rosengren, hatte sich Ende letzter Woche gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Ansonsten drohe die US-Wirtschaft zu überhitzen, was eine um so raschere Zinsstraffung durch die Notenbank erfordern könne. Die Äusserungen von Rosengren sind beachtlich, weil er normalerweise einer lockeren Geldpolitik zuneigt.

USA: - KRÄFTIG RUNTER - Die Furcht vor bald steigenden Zinsen hat dem Dow Jones Industrial den grössten Tagesverlust seit dem Brexit-Votum eingebrockt. Der US-Leitindex beschleunigte am Freitag seine jüngste Abwärtsfahrt deutlich und verlor fast 400 Punkte. Ein ranghoher amerikanischer Notenbanker hatte vor den Gefahren einer zu langsamen geldpolitischen Straffung gewarnt.

ASIEN: - EBENFALLS ABWÄRTS - Die asiatischen Börsen sind der Wall Street am Montag ins Minus gefolgt. Besonders heftig traf es Hongkong, wo der Hang-Seng-Index bis zum späten Handel fast 3 Prozent verlor. Der Nikkei-225-Index gab knapp 2 Prozent nach. Die Anleger trieb die Sorge vor dem künftigen Kurs der wichtigen Notenbanken um.

DAX              	10.573,44	    -0,95%
XDAX            	10.467,60	    -1,82%
EuroSTOXX 50		 3.053,20		-0,98%
Stoxx50        		 2.876,75		-0,93%

DJIA             	18.085,45	    -2,13%
S&P 500        	 	 2.127,81		-2,45%
NASDAQ 100  		 4.681,54		-2,55%

Nikkei 225          16.649,29       -1,87% (6:50 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - STABIL - Der Bund-Future dürfte wenig verändert in die Handelswoche starten und sich im Tagesverlauf zwischen 163,05 und 164,65 notieren, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Montagmorgen. Die Aussagen der US-Notenbanker würden alles andere in den Schatten stellen.

Bund-Future   		168,20		-0,04%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,12 DOLLAR - Der Eurokurs hat bis zum Montagmorgen etwas zugelegt im Vergleich zum Wall-Street-Handel vor dem Wochenende. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1242 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1296) Dollar festgesetzt bevor der Euro kurzzeitig unter 1,12 Dollar fiel.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1242		 0,09%
USD/Yen             102,55		-0,14%
Euro/Yen       		115,28		-0,04%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise haben am Montag an die Verluste vom vergangenen Freitag angeknüpft und sind weiter gesunken. Händler erklärten den Preisdruck mit einer höheren Zahl von Öl-Bohrlöchern in den USA. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 47,37 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 69 Cent auf 45,19 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Energiekonzern Steag streicht bis zu 1000 Arbeitsplätze, Interview mit Chef Joachim Rumstadt, WAZ und HB, S. 16

- Apple fährt Bemühungen rund um eigenes selbstfahrendes Auto zurück, WSJ, S. B4

- Munich-Re-Tochter Ergo hat Belegschaft über Eckpunkte des Umbaus informiert, HB, S. 31

- Bank-of-America-Banker Marco Morelli könnte zurückgetretenem Fabrizio Viola auf dem Chefsessel der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nachfolgen, FT, S. 13

- Chinesischer Technologiekonzern Huawei will Rivalen im Servermarkt für Cloud-Rechenzentren mit niedrigen Preisen und hohen Investitionen angreifen, Interview mit Huawei-Manager Guo Ping, WSJ, S. B1

- Österreichs Kanzler Christian Kern (SPÖ): Europa hat unter Sparpolitik gelitten, Gastbeitrag, FAZ, S. 1 und 6

- Studie: Deutsche Wirtschaft steht Integration von Flüchtlingen aufgeschlossen gegenüber, FAZ, S. 15

- Aktivistischer Investor Starboard steigt grösser bei irischem Pharmakonzern Perrigo ein, WSJ, Online

- Ungarns Wirtschaftsminister Mihaly Varga sieht durch Migration die Zukunft Europas gefährdet, Interview, HB, S. 13

- WDH: Altkanzler Schröder hört als Berater für Rothschild-Bank auf, FAS

- Grüne kritisieren Kaufprämie für E-Autos als "Rohrkrepierer", Funke Mediengruppe

- Wegen des neuen Jobs bei Goldman Sachs: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sperrt seinen Vorgänger José Manuel Barroso von EU-Kommission aus, SZ, S. 6

- Französischer Areva-Konzern soll diese Woche dem Verkauf von restlichen Joint-Venture-Anteilen an die beiden Windkraftpartner Siemens und Gamesa zustimmen, Le Figaro

- WDH/SPD-Fraktionschef Oppermann warnt seine Partei vor Steuererhöhungen, Welt Online

(AWP)