Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
12.10.2016 07:33

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - AUFWÄRTS - Der Dax wird am Mittwoch mit moderaten Gewinnen erwartet. Der Broker IG taxierte den Index rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,23 Prozent höher auf 10 601 Punkte. Damit dürfte das richtungslose Auf und Ab der vergangenen Wochen weitergehen. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex den Widerstand um die 10 650 Punkte nicht nachhaltig überwinden können.

USA: - ABWÄRTS - Ernüchterung zum Auftakt der US-Berichtssaison: Nach enttäuschenden Umsatzzahlen haben die Anleger am Dienstag die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa abgestraft und auch der Wall Street deutliche Verluste eingebrockt. Immer mehr Investoren rechnen zudem in Folge des kräftigen Ölpreisanstiegs mit einer baldigen Leitzinserhöhung, was konservativere Anlagealternativen zur Aktie langsam wieder etwas attraktiver machen würde.

ASIEN: - ABWÄRTS - Der holprige Auftakt der amerikanischen Berichtssaison mit enttäuschenden Ergebnissen etwa von Alcoa ist auch in Asien Anlegern auf den Magen geschlagen. Das Gros der asiatischen Börsen musste am Mittwochmorgen Abschläge hinnehmen. Der asiatische Leitindex KOSPI musste erneut deutliche Kursrückgänge von mehr als fünf Prozent des Elektronikriesen Samsung hinnehmen. Hier belastet die Produktionseinstellung des Smartphones Galaxy Note 7 weiterhin den Kurs. Investoren halten zudem ihr Pulver mit Blick auf die heute anstehende Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed trocken.

DAX                 10.577,16	    -0,44%
XDAX            	10.570,04	    -0,44%
EuroSTOXX 50		 3.020,69		-0,50%
Stoxx50        		 2.838,17		-0,39%

DJIA             	18.128,66	    -1,09%
S&P 500        		 2.136,73		-1,24%
NASDAQ 100  		 4.821,91		-1,47%

Nikkei 225          16.878,11       -0,86% (6:47 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - ABWÄRTS - Der Bund-Future hat sich zwar jüngst erholt, doch die Experten der Hessischen Landesbank bleiben skeptisch. So habe die Europäische Zentralbank Gerüchte am Markt über eine Eindämmung ihres Wertpapierkaufprogramms nicht vollständig zerstreuen können - oder wollen. Ausserdem gelte für viele Anleger eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember inzwischen als ausgemacht. Heute dürfte deswegen vor allem das Protokoll der letzten Tagung des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank (FOMC) im Blickpunkt stehen. Die Helaba rechnet mit einer Handelsspanne zwischen 163,00 bis 164,30.

Bund-Future   		163,70		0,15%

DEVISEN: - AUFWÄRTS - Für den Euro ging es auch am Mittwochmorgen leicht abwärts. Der Kurs der Gemeinschaftswährung gab auf 1,1048 US-Dollar nach. Bereits am Vortag war der Euro im New Yorker Handel

gegenüber dem US-Dollar weiter auf das niedrigste Niveau seit Anfang August abgerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,1079 (Montag: 1,1160) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9026 (0,8961) Euro. Im Fokus am Devisenmarkt stand am Morgen allerdings das britische Pfund, das nach vier Tagen gegenüber dem US-Dollar wieder zulegen konnte. Das Pfund kletterte um 1,19 Prozent nach oben. Marktbeobachter machten dafür eine mögliche Parlamentsabstimmung über die Strategie für den geplanten Austritt aus der EU verantwortlich. Dies habe die Sorgen vieler Investoren vor einem harten Brexit kurzfristig gedämpft. Am heutigen Mittwoch steht darüber eine Parlamentsdebatte an.

(Alle Kurse 6:49 Uhr)
Euro/USD       		1,1048		-0,05%
USD/Yen             103,49		-0,01%
Euro/Yen       		114,34		-0,06%

ROHÖL - AUFWÄRTS - Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel leicht gestiegen. Unterdessen ist die Ungewissheit, ob die Umsetzung einer vom Ölkartell Opec beschlossenen Förderkürzung gelingt, immer noch hoch. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 52,62 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur November-Lieferung stieg um 16 Cent auf 50,95 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- VW-Betriebsratsboss Bernd Osterloh: Umbau hin zur Elektromobilität könnte in den kommenden zehn Jahren jährlich bis zu 2500 Stellen betreffen, Interview, HB, S. 21

- Bundesregierung will nach Zulieferstreit bei Volkswagen nicht am Kurzarbeitergeld rütteln, HB, S. 11

- Deutsche Post will Porto für Geschäftskunden ab kommendem Jahr erhöhen, FAZ, S. 21

- Geschäft mit organischen Leuchtdioden (OLEDs) soll beim Darmstädter Merck-Konzern so hohe Margen erzielen wie der Rest der Spezialchemiesparte, Gespräch mit Bereichschef Walter Galinat, HB, S. 18-19

- LafargeHolcim-Chef Eric Olsen will Investitionsausgaben zügeln, Interview, FT, S. 15

- US-Mobilfunker Sprint will mit Verkauf von Mobilfunklizenzen Geld in die Kassen spülen, WSJ, Online

- Börsengang der Bürosparte Officefirst des Immobilienkonzerns IVG scheitert laut Insidern an zu hohem Angebotspreis, HB, S. 35

- WDH: Amazon will Lebensmittel-Läden eröffnen, WSJ, S. B1

- Deutsche Bundesländer stehen nach Meinung des Ökonomen Bernd Raffelhüschen vor einem 'fiskalischen Fiasko', BöZ, S. 5

- Voestalpine baut Autozulieferung aus und setzt auf Mexiko und China, Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Eder, BöZ, S. 11

- VTB will als erste Bank nach dem Brexit wichtige Abteilungen aus London verlagern, Interview mit Finanzchef Herbert Moos, SZ, S. 19

- VW will künftig realitätsnähere Kohlendioxid-Werte ausweisen, SZ, S. 19, sowie NDR und WDR

- US-Elektroautopionier Tesla will in kommenden Wochen auf den spanischen Markt, spanische Wirtschaftszeitung Expansion

- Air France stellt zum ersten Mal seit 8 Jahren wieder Piloten ein, Les Echos

- Grüne planen im Bundestag Aktuelle Stunde zur Griechenland-Hilfe, Bild, S. 2

- Handel warnt Lokführergewerkschaft GDL vor erneut langen Streiks, Gespräch mit Gerhard Handke, Chef des Handelsverbands BGA, Bild, Vorab

- Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz (konservative ÖVP) erteilt künftigem EU-Beitritt der Türkei Absage, Gespräch, Welt, S. 6

- Studie: Land Berlin in Innovation bundesweit führend, Welt, S. 10

- Studie des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall: Produktivität in Deutschlands Schlüsselbranchen stagniert, Welt, online

- Kommunen unterstützen Massnahmen der Bundesregierung gegen "Sozialtourismus", Gespräch mit Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, Welt, online

- Chef der Commerzbank-Immobilientochter Commerz Real: Investieren weiter in Projekte in Grossbritannien, Interview, Welt, S. 17

(AWP)