Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
03.11.2016 07:30

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - STILLSTAND - Nach zwei schwachen Tagen zeichnet sich am Donnerstag im Dax zunächst keine grössere Bewegung ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt ganze 5 Punkte tiefer auf 10 365 Punkte. Im bisherigen Wochenverlauf war der Dax um rund 3 Prozent abgerutscht. Knapp eine Woche vor der Entscheidung im Präsidentschaftswahlkampf in den USA nehme die Risikoscheu weiter zu, hiess es am Markt.

USA: - RUNTER - Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial ist nach der Leitzinsentscheidung und den Wirtschaftsaussagen der Notenbank Fed am Mittwoch wieder unter die Marke von 18 000 Punkten gesunken. Die Fed beliess ihren Leitzins wie erwartet unverändert und wiederholte, dass die Wirtschaft nur graduelle Zinsanhebungen zulassen dürfte. Zugleich berichtete sie allerdings, dass sich die Bedingungen für einen Zinsschritt weiter verbessert hätten.

ASIEN: - FREUNDLICH - Asiens Börsen haben am Donnerstag ihren Abwärtstrend durchbrochen und im späten Handel freundlich tendiert. Besonders kräftig ging es in Festland-China aufwärts, wo sich im Oktober die Stimmung im Dienstleistungssektor merklich aufgehellt hatte. In Japan wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

DAX              	10.370,93	    -1,47%
XDAX            	10.377,48	    -1,11%
EuroSTOXX 50		 2.980,17		-1,42%
Stoxx50        		 2.754,13		-1,08%

DJIA               17.959,64 	    -0,43%
S&P 500        		2.097,94		-0,65%
NASDAQ 100  		4.726,91		-0,84%

Nikkei 225                  Kein Handel wegen Feiertag

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - US-WAHL STÜTZT - Im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl sei die Risikoaversion jüngst gestiegen, analysierte Viola Julien von der Helaba am Donnerstagmorgen. Der kurzfristige

Abwärtstrend, der Anfang Oktober etabliert worden sei, habe jedoch weiterhin Bestand. Sie sieht den Bund-Future am Tage in einer Spanne von 161,60 bis 163,20 schwanken.

Bund-Future   		162,50		0,23%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,11 DOLLAR - Der Kurs des Euro

hat bis zum Donnerstagmorgen zugelegt. Am Tag nach der Leitzinsentscheidung in den USA stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1110 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1095 (Dienstag: 1,1025) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:10 Uhr)
Euro/USD       		1,1110		 0,12%
USD/Yen             102,84		-0,45%
Euro/Yen       		114,25		-0,35%

ROHÖL - TEURER - Die Ölpreise haben sich am Donnerstag von ihrer jüngsten Talfahrt etwas erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 47,40 US-Dollar. Das waren 54 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 41 Cent auf 45,75 Dollar. Am Mittwoch waren die Ölpreise nach deutlich gestiegenen Rohöllagerreserven in den USA noch auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen. Laut Experten reagiert der Ölmarkt zunehmend nervös auf den sich zuspitzenden US-Wahlkampf.

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PRESSESCHAU

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- Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht schärfer gegen Briefkastenfirmen vor, HB, S. 6 und 7

- Opposition warnt Bundesregierung vor Abkehr vom Prinzip der Datensparsamkeit, HB, S. 12

- Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter mahnt: "Bisher ist die chinesische Wirtschaft keine wirkliche Marktwirtschaft", Interview, HB, S. 16 und 17

- Talanx-Deutschland-Chef, Jan Wicke, setzt auf Kooperation mit Banken, Interview, HB, S. 31

- Paketzusteller DDP will die vollautomatische Lieferung in drei deutschen Städten testen, HB, S. 26

- Deutsche-Bank-Fondstochter hat eine Billion Euro Kundenvermögen als Ziel, HB, S. 30

- Der österreichische Immobilienkonzern Conwert legt den Fokus auf Wohnimmobilien, Interview mit Firmenchef Wolfgang Beck, HB, S. 33

- Für Bankenaufsicht zuständiger Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: Bankenaufsicht aus EZB heraustrennen, Interview, FAZ, S. 26

- Banco Santander verhandelt über Rückkauf von 50-Prozent-Anteil an Vermögensverwaltungs-Geschäft, WSJ, S. B5

- Valeant prüft Verkauf von Augenchirurgie-Ausrüstungs-Geschäft - Möglicher Preis 2,5 Milliarden US-Dollar, WSJ, online

- Mittelstandsvereinigung und Junge Union fordern von CDU-Parteitag Bekenntnis zu Steuerentlastungen, Welt, S. 9

- Milliardengewinne durch Bundesanleihen fliessen direkt in Bundeshaushalt, Welt, S. 9

- Comdirect-Chef Arno Walter will sich stärker bei Digitalisierung der Konzernmutter einbringen, Interview, BöZ, S. 3

- Volkswagen will eine starke EU-Bank bauen, Interview mit Vorstand Lars Henner Santelmann, BöZ, S. 5

- Mehr als 200 Firmen behindern Wahlen zum Betriebsrat, SZ, S. 21

- Umweltbundesamt fordert schnelle Einigung im Klimastreit, SZ, S. 1 und 7

- Bundesagentur für Arbeit stockt Personal deutlich auf, Bild, S. 2

- DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer: "Hier geht es ums nackte Überleben der Titel", Interview, Zeit

- Institut: Trump-Sieg bremst deutsche Wirtschaft, Zeit

- Lebenswichtige Funkgeräte könnten zum neuen Problemprojekt der Bundeswehr werden, Zeit

- Ryanair geht nicht nach Düsseldorf, Rheinische Post

- Ehemaliger Chef der Monopolkommission, Justus Haucap: Kunden profitieren von Kaiser's-Einigung, Interview, Rheinische Post

- Henkel-Waschmittel Persil kommt in den USA nicht voran, Wiwo

(AWP)