Nordkorea-Konflikt dürfte auch Schweizer Börse belasten

Die Schweizer Börse dürfte am Mittwoch klar im Minus eröffnen. Darauf deuten die vorbörslichen Indikationen der IG Bank hin. Demnach wird der Leitindex SMI rund 0,9% tiefer bei unter 9'100 Punkten erwartet. Am Vortag hatte der SMI bei 9'162,33 Zählern geschlossen.
09.08.2017 07:25

Als Grund dafür gilt die verbale Eskalation zwischen den USA und Nordkorea. Die nordkoreanischen Streitkräfte drohten den Vereinigten Staaten in der Nacht mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Das Militär ziehe eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Die Stellungnahme erfolgte nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte. Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen "begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat", hatte Trump am Dienstag gesagt.

Die Worte Trumps hatten schon am Vorabend die gute Stimmung an den US-Börsen zunichte gemacht. Der Dow Jones Industrial ging mit einem leichten Minus aus dem Handel, nachdem er zuvor zehn Tage in Folge im Plus geschlossen hatte.

Auch an den asiatischen Börsen ging es mit Ausnahme von China in der Folge abwärts. Die US-Futures sackten seit dem europäischen Handelsende ebenfalls deutlich ab.

Die Eskalation liess über Nacht zudem den Franken wieder etwas erstarken, was die Stimmung an der hiesigen Börse zusätzlich belasten dürfte. Der EUR/CHF-Kurs rutschte deutlich unter die 1,14er-Marke, der USD/CHF-Kurs unter die Grenze von 0,97.

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(AWP)