Ruhiges Geschäft am US-Feiertag an Schweizer Börse

Die Schweizer Börse hat am Montag im Verlauf leicht zugelegt. Die Anleger verhielten sich laut Händlern wegen des schwelenden Handelsstreits der USA mit Kanada und China zurückhaltend.
03.09.2018 17:35

Der SMI notierte mit 9003 Punkten um 0,3 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag.

Die Aktivitäten an der Schweizer Börse hielten sich auch sehr in Grenzen weil in den USA wegen des Labor-Day-Feiertags die Märkte geschlossen bleiben. Die kursbewegenden Impulse aus dem angelsächsischen Raum hätten gefehlt, sagten Händler.

An der Schweizer Börse SIX zeichnet sich der zehnte Neuzugang des Jahres ab. Der Verpackungskonzern SIG will aufs Börsenparkett in Zürich zurückkehren. Das Unternehmen aus Neuhausen am Rheinfall peilt in den kommenden Monaten den Sprung an die SIX an. Dabei will der Tetra-Pak-Konkurrent durch die Ausgabe neuer Aktien rund eine Milliarde Franken aufnehmen. Mit dem Erlös sollen Schulden abgebaut werden. Um den Streubesitz zu erhöhen, werden gegebenenfalls auch bestehende Aktien aus dem Besitz des Mehrheitsaktionärs Onex und von Mitgliedern des Managements angeboten.

Bei den Bluechips hielten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Unter Druck standen die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont mit Einbussen von 3,4 beziehungsweise 1,1 Prozent. Swatch standen bereits in der Vorwoche unter Abgabedruck, nachdem UBS die Empfehlung auf "Neutral" von "Buy" gesenkt hatte. Händler verwiesen auch auf enttäuschende Konjunkturzahlen aus China, den Handelsstreit der USA mit China und den wiedererstarkten Franken, der Swatch mehr zu schaffen mache als Richemont. Der Genfer Mitbewerber rechnet in Euro ab.

An die Spitze setzten sich Finanzwerte. Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re stiegen um 1,4 Prozent. Die Titel des Lebensversicherers Swiss Life zogen 1,6 Prozent an. JP Morgan hob die Empfehlung für den Lebensversicherer auf "Neutral" an. Gefragt waren auch Zurich Insurance.

Die Aktien der Credit Suisse rückten um 0,8 Prozent vor. UBS hinkten mit einem Plus von 0,6 Prozent hinterher. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel für die beiden Grossbanken.

Aktien von zyklischen Firmen wie etwa des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Sanitärtechnikfirma Geberit und des Bauchemiekonzerns Sika wurden um 0,2 Prozent fester gehandelt. Die Anteile des Zementkonzerns LafargeHolcim sackten um 1 Prozent ab und die des Inspektionsunternehmens SGS legten um 0,2 Prozent zu.

Von den als krisensicher geltenden Indexschwergewichten gewannen der Lebensmittelkonzern Nestle und der Pharmawert Roche jeweils 0,2 und 0,5 Prozent an Wert. Novartis wurde um 0,8 Prozent teurer gehandelt.

Am breiten Markt stiegen die Aktien der GAM Holding um 3,5 Prozent. Händler sprachen von einer Stabilisierung nach dem massiven Einbruch im Gefolge der Schliessung von Anleihenfonds und der Absetzung eines Fondsmanagers.

Die Titel von Dormakaba stiegen um0,7 Prozent. Credit Suisse hob die Empfehlung für das Schliesstechnik-Unternehmen auf "Outperform" von "Neutral" an.

Die Sonova-Anteile kletterten 2,6 Prozent. HSBC setzte die Empfehlung für den Hörgerätehersteller auf "Buy" von "Hold" hoch.

Gewinnnmitnahmen belasteten die Aktien der Onlinebank Swissquote, der Pharmafirma Cassiopea und des Maschinenbauers Tornos. Sie haben in den ersten acht Monaten des Jahres einen Kurszuwachs von mehr als zwei Dritteln verzeichnet.

(Reuters)