Schweizer Börse kokettiert mit Jahreshoch

Die Schweizer Börse hat am Montag belastet vor allem von den schwergewichtigen Pharmawerten nachgegeben.
15.05.2017 16:51

Nach einem vorübergehenden Anstieg auf ein Jahreshoch schwenkte der Markt auf einen Konsolidierungskurs ein, sagten Händler.

Grundsätzlich sei die Stimmung nach wie vor gut, hiess es. Die Firmenbilanzen seien mehrheitlich besser als erwartet und die Konjunkturzahlen überraschten eher positiv. Auch der Erdölpreis erhole sich. Die Börse dürfte daher den Aufwärtstrend bald wieder aufnehmen. Der SMI notierte mit 9109 Punkten um knapp 0,2 Prozent tiefer. Bei 9134 Punkten erreichte der Leitindex vorübergehend den höchsten Stand seit August 2015.

Nach Ansicht der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist der schwächere Franken ein Grund dafür, dass sich der Schweizer Aktienmarkt in der vergangenen Woche besser entwickelte als andere europäische Börsen. Nach Ansicht von Händlern dürfte zudem der Trend der Anleger, aus amerikanischen Aktien in europäische Titel umzuschichten, anhalten. Das renommierte Anlegermagazin "Barron's" habe eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Die Anteile Index-Schwergewichte stoppten den Aufwärtstrend. Novartis und Roche sanken um 0,6 und 0,4 Prozent und büssten einen Teil der jüngsten Kursgewinne wieder ein. Die Titel des Pharmazulieferers Lonza konnten hingegen 0,3 Prozent zulegen.

Bei den Nestle-Aktien schmolzen anfängliche Gewinne wieder ab und die Titel notierten leicht im Minus. Vorübergehend hatte eine Kaufempfehlung der Bank of America Merrill Lynch den Lebensmittelwert auf ein Rekordhoch von 81,75 Franken gehievt. Die US-Bank setzte Nestle mit einem Kursziel von 100 Franken auf ihre "Europe 1 List".

Auf der Gewinnerseite führten Aktien zyklischer Firmen die Liste an. Die Anteile des SMI-Neuzugangs Sika legten 1,7 Prozent zu. Die Bauchemiefirma löst Syngenta ab. Der Agrarchemiekonzern kippte wegen der Übernahme durch ChemChina aus dem Leitindex.

Die Anteile des Personalvermittlers Adecco rückten 0,5 Prozent vor. Auch die Richemont-Titel zogen 0,7 Prozent an. Die Deutsche Bank, Kepler Cheuvreux und Baader Helvea hoben das Kursziel für den Luxusgüterwert an. Richemont hatte am Freitag die Jahresbilanz 2016/17 veröffentlicht. Die Anteile von Rivale Swatch waren um 0,8 Prozent höher. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB sanken um 0,1 Prozent.

Gewinne verzeichneten die Aktien des Lebensversicherers Swiss Life, der Inspektionsfirma SGS, der Privatbank Julius Bär und des Rückversicherers Swiss Re. Bei den Grossbanken zogen Credit Suisse 0,5 Prozent an, während sich UBS um 1,2 Prozent abschwächten.

(Reuters)