Schweizer Börse tritt am Zentralbank-Tag auf der Stelle

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag wenig verändert tendiert.
13.09.2018 17:39

Der SMI schloss unverändert auf 8960 Punkte und nahm damit die psychologisch und charttechnisch wichtige Marke von 9000 Punkten ins Visier.

Da die geldpolitischen Entscheide mehrerer Notenbanken erwartet wurden, belebte sich das Geschäft laut Händlern erst nach der Veröffentlichung der Beschlüsse. Dabei wurde vor allem die unerwartet starke Zinserhöhung in der Türkei mit Erleichterung aufgenommen. Die türkische Zentralbank hat seit Monaten mit dem Verfall der Landeswährung zu kämpfen und erhöhte den Schlüsselzins auf 24 von 17,75 Prozent. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die monatlichen Anleihenkäufe auf 15 Milliarden Euro zu halbieren und das Programm zum Jahresende auslaufen zu lassen, war erwartet worden.

Bei den Schweizer Bluechips hielten sich die Kursausschläge mit bis zu einem Prozent in Grenzen. Angeführt wurden die Gewinner von den Papieren zyklischer Firmen wie dem Zementhersteller LafargeHolcim und dem Elektrotechnikkonzern ABB mit einem Anstieg von rund 0,5 Prozent. Credit Suisse gaben leicht nach, während die UBS knapp im Plus schlossen. Swiss Re und Swiss Life legten mit 0,2 Prozent leicht zu.

Die stärksten Einbussen verzeichneten die Anteile des Uhrenherstellers Swatch mit einem Abschlag von 0,7 Prozent. Händler sagten, das Minus könnte auf die Ankündigung des iPhone-Herstellers Apple, einen neue Version der Apple Watch auf den Markt zu bringen, zurückzuführen sein.

Die Aktien des Rivalen Richemont, der sein Uhrensortiment auf die obere Preisklasse ausgerichtet hat, schlugen sich etwas besser. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco verloren 0,4 Prozent.

Bei den als krisensicher geltenden Indexschwergewichten waren Nestle und Novartis minim leichter. Roche ermässigten sich um 0,1 Prozent.

Am breiten Markt fielen die Cosmo-Aktien um 2,8 Prozent. Zeitweise lag der Titel um fast sechs Prozent im Minus. Die Zulassung des Wirkstoffs Methylenblau MMX lässt auf sich warten. Der Arzneimittelhersteller hat weiterhin Meinungsverschiedenheiten mit der Prüfungsabteilung für medizinische Bildgebung der US-Arzneimittelbehörde FDA.

Gefragt waren die Anteile von Aryzta mit einem Plus von 7,8 Prozent. Investec hat die Empfehlung auf "Hold" angehoben. Der Backwarenhersteller hat sich jüngst mit Banken auf die Einzelheiten einer Kapitalerhöhung im Volumen von 800 Millionen Euro geeinigt.

Die Aktien von AMS stiegen um 1,5 Prozent. Händler verwiesen auf die Produktpräsentation des US-Technologieriesen Apple, der am Vortag neue Mobiltelefone und eine neue Version der Apple-Watch vorgestellt hat. "Die Produktshow sorgt jeweils für Fantasie bei den Aktien der Zulieferfirmen", sagte ein Händler.

Die Aktien einzelner Industriefirmen aus dem breiten Markt setzten nach der jüngsten Korrekturphase zu einer Gegenbewegung an. Dazu zählten der Maschinenbauer Rieter, der Schraubenhersteller SFS, der Stahlerzeuger Schmolz + Bickenbach und der Solarzulieferer Meyer Burger.

(Reuters)

 
Aktuell+/-%
SMI10'539.17+0.19%
LafargeHolcim N43.61-0.77%
ABB N23.82+0.51%
CS Group N9.792-2.42%
UBS Group N10.980-1.52%
Swiss Life Hldg N369.30-0.62%
Swiss Re N73.20-1.72%
The Swatch Grp I215.60-0.46%
Apple Rg106.84-3.17%
Adecco Group N51.92-1.29%
COSMO Pharm Rg87.90-0.90%
CieFinRichemont N63.76-1.97%
Novartis N82.93+0.77%
Roche Hldg G343.10+1.84%
Nestle N108.42-0.90%
ARYZTA N0.671-4.49%
SFS Group N89.700.00%
ams I18.200-0.44%
Rieter Hldg N80.10+1.01%
Schmolz+Bickenbac N0.159+0.89%
Meyer Burger N0.239+7.94%