US-Währungshüter: Zinsen müssen rascher steigen als Märkte erwarten

Die US-Zinsen müssen laut dem Währungshüter Jeffrey Lacker schneller steigen als an den Märkten derzeit allgemein erwartet wird. Die mit der Haushaltspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump verbundene "erhöhte Unsicherheit" mache dies erforderlich, sagte der Chef des Fed-Ablegers in Richmond am Dienstag laut Redetext.
14.02.2017 15:54

Der nächste geldpolitische Schritt nach oben solle "eher früher als später" kommen. Ansonsten müssten die Zinsen zu einem späteren Zeitpunkt wesentlich stärker angehoben werden.

Die damit verbundenen Risiken gelte es durch ein zügiges Vorgehen zu vermeiden. Lacker ist dieses Jahr in dem über die Zinspolitik entscheidenden Offenmarktausschuss nicht stimmberechtigt. Er gilt als Vertreter einer straffen geldpolitischen Linie.

Die US-Zentralbank Fed hatte den Leitzins im Dezember auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Sie hat drei weitere Erhöhungen für 2017 in Aussicht gestellt. An den Finanzmärkten werden jedoch eher zwei Schritte für möglich gehalten. Viele Investoren erwarten, dass die bereits rund laufende Konjunktur durch die Politik Trumps zusätzlich befeuert wird. Er plant radikale Steuersenkungen und Investitionen in Billionenhöhe.

(AWP)