Wdh Aktien Schweiz: Weiter stabil - Ruhiger Handel zwischen den Jahren

(Wiederholung aus technischen Gründen)
28.12.2016 15:12

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt schwankt am Mittwoch zur Mittagszeit weiter um den Schluss vom Vortag. Der Handel an den europäischen Börsen verläuft auch am zweiten Tag der verkürzten Woche nach Weihnachten sehr gemächlich. Im am Freitag zu Ende gehenden Börsenjahr liegt der Schweizer Leitindex 6,3% im Minus, was nicht zuletzt auch den Pharma-Schwergewichten geschuldet ist. Der Dax liegt dagegen zeitgleich knapp 7% im Plus.

Zur Wochenmitte präsentierten sich die Vorgaben aus Übersee ohne starke Richtung. Es fehlt an Impulsen, und die Blicke richten sich bereits auf das neue Jahr. "Der lähmende Klammergriff politischer Unsicherheit" sollte auch 2017 fortbestehen, so ein Marktbeobachter. Auch in diesem Jahr sei den europäischen Börsen nichts anderes übriggeblieben als über weite Strecken seitwärts zu laufen und abzuwarten bis mehr Klarheit über politische Entwicklungen herrscht, die von hoher Tragweite, gleichzeitig aber so gut wie nicht vorhersehbar sind.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12.10 Uhr 0,03% tiefer bei 8'256,77 Stellen. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,14% auf 1'302,86 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,02% auf 8'995,85 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Minus, zehn im Plus und zwei unverändert. Die Bluechips bewegen sich in einer Range von -1,0% bis +0,9%.

Die Grossbankenwerte UBS (-1,0%) und Credit Suisse (-0,7%) konnten die anfänglichen Avancen nicht halten und tendieren mittlerweile klar tiefer. Für letztere hat Moody's nach der Grundsatzeinigung im US-Hypothekenstreit vom vergangenen Freitag im Nachgang die Bonitätsnote A1 bestätigt. Mit der Übereinkunft reduzierten sich die Rechtsrisiken, und die Konzernführung könne sich auf die Strategie konzentrieren, heisst es.

Bankenwerte hatten europaweit in den vergangenen Monaten einen guten Lauf und haben - unter anderem auch seit der Wahl von Donald Trump als US-Präsident - kräftig zugelegt. Jedoch dürften die Unsicherheiten für die Branche auch 2017 bestehen bleiben: harziges Marktumfeld, Regulierung, Rechtsrisiken. Auch Fälle wie die anhaltende Krise bei der italienischen Monte dei Paschi di Siena (MPS) mit einer Kapitallücke von über 8 Mrd CHF helfen dabei nicht.

Auf Jahressicht bleiben die Schweizer Grossbankentitel denn auch nach wie vor mit die grössten Verlierer. Besonders schwach sind 2016 zudem Galenica sowie die Pharma-Schwergewichte. Novartis (+0,9%) legen zur Berichtszeit allerdings deutlich zu und setzen sich damit an die Spitze der Bluechips. Die Avancen von Roche (+0,2%) sind moderater und Nestlé (-0,5%) belasten gar den SMI.

Actelion (-0,3%) verzeichnen ebenfalls leichte Verluste. Bislang wurde - im Hinblick auf die seit Wochen andauernden Übernahmespekulationen - noch keine Transaktion angekündigt. Gewisse Marktteilnehmer erwarten noch vor Jahresende News zur Zukunft des Schweizer Biotech-Unternehmens. Wie eine Transaktion konkret allenfalls aussehen könnte, sei allerdings völlig unklar, heisst es unter Händlern. Actelion befindet sich derzeit mit dem US-Konzern Johnson&Johnson in exklusiven Gesprächen. Auf Jahressicht sind die Titel mit Abstand grösste Gewinner unter den SMI/SLI-Titeln.

Deutlich tiefer tendieren neben den Aktien der Grossbanken ausserdem Adecco, Aryzta (je -0,9%) und Swiss Re (-0,8%). Höher stehen dagegen neben Novartis noch Clariant (+0,4%).

Am breiten Markt wird der Handel von Accu Holding (-40%) ab dem neuen Jahr bis auf Weiteres vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen sei nicht mehr in der Lage, "die Aufrechterhaltungspflichten zu erfüllen", heisst es von der SIX.

Die Aktien des Beteiligungsunternehmens Norinvest Holding (-3,9%) werden Ende April aus Kostengründen dekotiert - auch in Anbetracht des geringen Freefloat sowie Handelsvolumens.

Neben Accu gehören noch Valoren wie Meyer Burger oder Leonteq zu den grössten Verlierern des Jahres mit Verlusten von 60 bis 80%. Hochdorf, Bachem oder Bobst gehören wiederum mit Anstiegen von rund 60 bis 80% zu den grössten Gewinnern 2016 aus der zweiten Reihe.

ys/cf

(AWP)