Leipziger Buchmesse mit Preisvergabe eröffnet

Die Leipziger Buchmesse ist mit einem Bekenntnis zu einem geeinten Europa eröffnet worden. Der französische Schriftsteller Mathias Énard erhielt bei dem Festakt am Mittwoch im Gewandhaus den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.
22.03.2017 19:29

Sein neuer Roman "Kompass" zeige auf, wie die islamische, die christliche und die jüdische Tradition ineinandergriffen, befand die Jury. Die Auszeichnung ist mit 20'000 Euro dotiert.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich rief dazu auf, die europäische Idee gegen Vereinfachung, Spaltung und Hass zu verteidigen. "Reden wir unser Europa nicht schlecht", sagte er laut Manuskript.

"Schützen und erhalten wir seine Errungenschaften: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Religions- und Meinungsfreiheit, freie Presse. Sie sind hart erarbeitet und nicht selbstverständlich."

Für die Besucher öffnet die Buchmesse am Donnerstag ihre Tore. Bis zum Sonntag zeigen rund 2500 Aussteller aus 43 Ländern die Neuheiten der Buch- und Verlagsbranche. Am Donnerstag wird der begehrte Leipziger Buchpreis vergeben.

Das Angebot umfasst 3400 Veranstaltungen, unter anderem auch das Lesefest "Leipzig liest" und die Manga-Comic-Con. Schwerpunktland der Buchmesse ist dieses Jahr Litauen. Die Messe rechnet mit einen ähnlichen Publikumsandrang wie im Vorjahr. 2016 waren zur Buchmesse 260'000 Besucherinnen und Besucher gekommen.

(SDA)