Levrat: "Danke für die Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz"

Der abtretende Parteipräsident Christian Levrat hat sich am SP-Parteitag bei seiner Partei für die Unterstützung und die Zusammenarbeit in den letzten zwölf Jahren bedankt. Er habe jeden Tag, jede Stunde, genossen, sagte er.
17.10.2020 11:29

"Ich durfte jeden Morgen aufstehen, um an der Umsetzung unserer gemeinsamen Ideen zu arbeiten, das war ein Privileg", sagte Levrat am Samstag vor den Delegierten, die der Versammlung virtuell folgten.

"Das Wichtigste für mich ist es, all jenen zu danken, mit denen ich in all den Jahren zusammenarbeiten und den Weg teilen durfte", sagte er weiter. Er dankte insbesondere den Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, den Fraktionsvorsitzenden sowie den Generalsekretären für die "Energie und den unermüdlichen Einsatz".

Weiter zeigte er sich dankbar für die offene Gesprächskultur innerhalb der SP. "Jedes Mal wenn sich eine interne Debatte abgezeichnet hat, zum Parteiprogramm, über die öffentliche Sicherheit, über das Wirtschaftskonzept oder über die Energiepolitik, dann lauteten die Schlagzeilen: "SP ist gespalten" oder "Streit unter Genossen" und so weiter. Dabei ist das Gegenteil richtig: Wir waren nie stärker, als wenn wir die heiklen Fragen offen debattiert haben, und zwar ohne Tabus."

Besonders erfreut zeigte sich Levrat auch über die grosse Mobilisierungsfähigkeit und den Anstieg der Mitgliederzahlen der SP. Zudem rief er verschiedene Abstimmungssiege seiner Partei in Erinnerung: Das Nein zur den Rentenkürzungen, zur Unternehmenssteuerreform 3, den Gripen und das Nein zum Kinderabzug vor drei Wochen.

Der neuen Parteiführung wünschte er viel Erfolg. "Sie wollen die Verbindungen zu den sozialen Bewegungen verstärken und die interne Demokratie ausbauen. Sie haben Recht damit", sagte Levrat. Die Wahl des neuen Spitzenduos aus Nationalrätin Mattea Meyer (ZH) und Cédric Wermuth (AG) gilt als klare Sache.

Die Nachfolge von Levrat hätte eigentlich im April besiegelt werden sollen - doch das Vorhaben wurde aufgrund der Coronavirus-Krise auf den Oktober verschoben. Zuerst wollte die SP ihren Parteitag in Basel noch real durchführen, entschied sich am Donnerstag aber angesichts steigender Infektionen mit dem Coronavirus für das Internet.

(SDA)