Lindt & Sprüngli mit Bremsspuren in Nordamerika

Nordamerika bremst Lindt & Sprüngli: Im traditionell schlechteren ersten Halbjahr hat der Schokoladenhersteller zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, blieb damit aber unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.
25.07.2017 07:35

Lindt & Sprüngli spricht in einer Mitteilung von Dienstag von "unverändert äusserst schwierigen Rahmenbedingungen für die gesamte Industrie im ersten Halbjahr".

Doch der Schokoladenhersteller hat 76,3 Millionen Franken verdient, 5,7 mehr als in der Vorjahresperiode. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 6,7 Prozent auf 105,0 Millionen Franken. Beim Umsatz legte Lindt & Sprüngli um 3,1 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken zu. Das entspricht einem organischen Wachstum von 3,6 Prozent.

Analysten, die die Finanznachrichtenagentur AWP befragt hatte, waren zwar von soliden Wachstumszahlen ausgegangen. Konkret hatten sie aber einen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken erwartet, einen EBIT von 109,7 Millionen Franken und einen Reingewinn von 78 Millionen Franken. Damit blieb Lindt & Sprüngli unter den durchschnittlichen Erwartungen.

Neben stagnierenden bis nur leicht wachsenden Schokoladenmärkten, verhaltender Konsumentenstimmung und Veränderungen in der Handelslandschaft führte Lindt & Sprüngli zudem ins Feld, dass die Neuausrichtung der amerikanischen Russell Stover länger dauere als bisher angenommen. Ohne Berücksichtigung von Russell Stover sei denn auch ein Wachstum von 6,6 Prozent im ersten Halbjahr verzeichnet worden, wie es in der Mitteilung heisst.

Ausgesprochen gut lief es dem Schokoladenhersteller in den europäischen Märkten, inklusive der Schweiz und in den sogenannten Aufbaumärkten Brasilien, China, Japan und Südafrika .

Für das traditionell stärkere zweite Halbjahr erwartet Lindt & Sprüngli zwar eine Beschleunigung des Umsatzwachstums. Aufgrund der Entwicklung in Nordamerika werde das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr jedoch unter dem des Vorjahrs ausfallen.

(SDA)