Lonza wächst in der ersten Jahreshälfte um 15,1 Prozent

Der Feinchemikalienhersteller und Pharmazulieferer Lonza ist in der ersten Jahreshälfte kräftig gewachsen. Das soll künftig weitergehen: Dank der Übernahme des US-Kapselherstellers Capsugel will Lonza bis 2022 seinen Jahresumsatz auf 7,5 Milliarden Franken treiben.
26.07.2017 07:01

Von Januar bis Juni 2017 steigerte Lonza den Umsatz um 15,1 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Davon blieben 373 Millionen Franken als Betriebsgewinn (EBIT), 27,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen für den Konzernumbau bereinigte Kern-EBIT stieg um 43,3 Prozent auf 447 Millionen Franken. Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 233 Millionen Franken zu Buche, ein Plus von einem Fünftel.

Lonza ist derzeit auf Wachstumskurs: Im Februar kündigte das Chemieunternehmen an, gemeinsam mit der französischen Sanofi in Visp eine neue Fabrik für Biopharmazeutika zu bauen, die 200 Arbeitsplätze schafft. Anfang Juli schloss Lonza zudem die grösste Übernahme der Firmengeschichte ab: Den Kauf des US-Kapselherstellers Capsugel für 5,5 Milliarden Franken.

Für das Gesamtjahr erwartet Lonza ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Mit Capsugel soll der Umsatz bis 2022 auf 7,5 Milliarden Franken steigen. Zudem will das Unternehmen deutlich profitabler werden. Die operative Rendite (Kern-EBITDA-Marge) soll 30 Prozent betragen, im ersten Semester 2017 betrug sie 24,8 Prozent.

(SDA)