Macron will den Kampf gegen Gewalt an Frauen verstärken

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will mit schärferen Gesetzen und Etat-Erhöhungen Frauen besser vor sexueller Belästigung und Gewalt schützen. Frankreich dürfe nicht eines der Länder sein, in dem Frauen Angst haben, sagte Macron am Samstag in Paris.
25.11.2017 14:09

In seiner im französischen Fernsehsender BFMTV übertragenen Rede anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen legte Macron einen umfassenden Aktionsplan vor.

Zu den zentralen Massnahmen gehören unter anderem eine Erhöhung des Budgets des verantwortlichen Ministeriums für die Gleichstellung von Mann und Frau um 13 Prozent sowie ab 2018 die zusätzliche Bereitstellung von 420 Millionen Euro. Die Gesellschaft habe die Dominanz der Männer geschaffen, der ein Ende gesetzt werden müsse, erklärte Macron.

In Frankreich hatten die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und andere Prominente ein besonders grosses Echo ausgelöst. 53 Prozent der Französinnen waren laut einer Umfrage des Instituts Odoxa schon einmal von sexueller Belästigung betroffen. Im Jahr 2016 starb jede dritte Frau an den Folgen häuslicher Gewalt.

(SDA)