Asien-Börsen - Rekord beim Dow Jones sorgt für Kursgewinne

Die Börsen in Asien haben am Donnerstag im Sog der Wall Street zugelegt. Anleger griffen beherzt zu, nachdem der Dow-Jones-Index in New York erstmals die Schallmauer von 20'000 Punkten durchbrochen hatte.
26.01.2017 08:27
Japanische Finanztitel waren gefragt: Im Bild 1000-Yen-Scheine.
Japanische Finanztitel waren gefragt: Im Bild 1000-Yen-Scheine.
Bild: Bloomberg

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 1,8 Prozent im Plus bei 19'402 Punkten, dem höchsten Stand seit drei Wochen. Der MSCI-Index für Aktien der Region Asien-Pazifik ohne Japan notierte 0,8 Prozent fester auf einem Niveau, dass er zuletzt vor mehr als einem Vierteljahr erreicht hatte.

In den USA kehrte zuvor die Hoffnung zurück, dass der neue Präsident Donald Trump eine Wirtschaftspolitik verfolgen wird, von der Unternehmen in erster Linie profitieren dürften. Insbesondere Spekulationen auf grosse Konjunkturpakete mit massiven Steuersenkungen feuerten die Kauflaune an.

"Die Begeisterung heute geht hauptsächlich auf die starken US-Börsen zurück", sagte Takuya Takahashi von Daiwa Securities in Tokio. Aber auch Geschäftszahlen japanischer Unternehmen würden für gute Stimmung sorgen. Takahashi verwies darauf, dass der Industrieroboterhersteller Yaskawa Electric seine Jahresprognose erhöht habe. Das schüre Erwartungen, dass es im Maschinenbausektor insgesamt gut gelaufen sei. Yaskawa-Aktien legten 3,5 Prozent zu. Davon profitierte auch die Toshiba -Aktie, die um 1,6 Prozent stiegen, obwohl der Konzern Probleme in den USA hat. Die Abschreibung des auf das US-Atomgeschäft werde bei umgerechnet 5,6 Milliarden Euro liegen, berichtete die Zeitung "Mainichi".

Gefragt waren auch Finanztitel. Mitsubishi UFJ Financial etwa kletterten um 4,3 Prozent, Sumitomo Mitsui Financial um 3,1 Prozent. Im Schnitt zogen Bankenwerte 3,4 Prozent an.

Zugleich hielt aber auch die Verunsicherung über Trumps Pläne in der Handelspolitik an. Erste Ankündigungen und Erlasse wie die Aufkündigung der Mitgliedschaft in einem Freihandelsabkommen mit den Pazifik-Staaten bekräftigen die Annahme, dass die USA unter Trump auf mehr Protektionismus setzen werden. Die Sorgen über diesen Kurs machten sich vor allem an den Devisenmärkten bemerkbar. In Fernost lag der Dollar zur japanischen Währung wenig verändert bei 113,41 Yen. Er notierte damit nicht weit entfernt vom niedrigsten Stand seit zwei Monaten, auf den er am Dienstag mit 112,52 Yen gefallen war. Der Euro wurde wenig verändert mit 1,0740 Dollar gehandelt.

(Reuters)