Börsen in Asien - China-Daten und US-Steuersenkungen sorgen für Unterstützung

Hoffnungen auf Steuersenkungen in den USA und Handelsdaten aus China haben die Aktienmärkte in Fernost zum Wochenausklang in Schwung gebracht. Der japanische Nikkei steigt 2,5 Prozent.
10.02.2017 08:27
Steigende Kurse an vielen asiatischen Börsen.
Steigende Kurse an vielen asiatischen Börsen.
Bild: Bloomberg

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, in den nächsten Wochen grössere Steuerpläne vorzulegen, ermutigte am Freitag auch die Anleger in Fernost. Fest im Blick hatten die Investoren zudem den Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Washington, wo er im Tagesverlauf mit Trump zusammenkommen sollte. Zu den Gesprächsthemen dürften Handels-, Währungs- und Verteidigungspolitik gehören. An den Asien-Börsen sorgten zudem die jüngsten Konjunkturdaten aus China für gute Stimmung. Die Volksrepublik steigerte ihre Exporte im Januar überraschend kräftig.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 2,5 Prozent höher bei 19.378 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 2,4 Prozent, so viel wie seit Anfang Dezember nicht mehr.

Die Investoren setzen nach Trumps Ankündigung auf erste konkrete Details zu den Vorstellungen, wie der neue Präsident mit seiner Wirtschaftspolitik die US-Konjunktur ankurbeln will. Der Republikaner hatte im Wahlkampf steuerliche Vergünstigungen, Deregulierung und Infrastrukturprogramme versprochen, ist Einzelheiten aber bislang schuldig geblieben.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte 0,5 Prozent zu und erreichte so den höchsten Wert seit 18 Monaten. Hier kamen die wichtigsten Impulse von den unerwartet soliden Handelsdaten aus Peking: Chinas Exporte legten demnach binnen Jahresfrist um 7,9 Prozent zu. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,3 Prozent gerechnet.

In Tokio profitierten Exportwerte von einem schwächeren Yen. So stiegen die Aktien des Autobauers Toyota um drei Prozent. Die Titel des Elektronikkonzerns Panasonic zogen sogar fast vier Prozent an.

Der Euro notierte am Devisenmarkt in Fernost wenig verändert bei 1,0657 Dollar. Zur japanischen Währung stieg der Dollar 0,5 Prozent auf 113,71 Yen. Der Schweizer Franken lag zum Euro bei 1,0679 und zum Dollar bei 1,0020.

(Reuters)