Verunsicherte asiatische Anleger

Vor der Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit haben sich Investoren an den asiatischen Börsen am Dienstag verunsichert gezeigt. Der Nikkei fällt auf den tiefsten Stand seit einem Monat.
17.01.2017 09:31
Fallende Kurse: Anzeigetafel bei der Börse in Tokio.
Fallende Kurse: Anzeigetafel bei der Börse in Tokio.
Bild: youtube

Die Möglichkeit, dass Grossbritannien bei einem Austritt aus der Europäischen Union auf den Zugang zum EU-Binnenmarkt verzichten könnte, drückte auf die Stimmung. May peilt laut Redetext sowohl einen Ausstieg aus dem EU-Binnenmarkt als auch der Zollunion an. "Europa bestimmt heute die Schlagzeilen, und der Fokus liegt berechtigterweise auf Mays Rede und auch auf den Trump-Interviews mit europäischen Zeitungen", sagte Stefan Worrall, Direktor für das japanische Aktiengeschäft bei Credit Suisse. Die Ankündigungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump belasteten insbesondere die Aktienmärkte in Japan.

In Tokio fiel der Nikkei-Index um 1,5 Prozent auf 18.813 Punkte und markierte damit den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat. Die anziehende Landeswährung Yen verschreckte zusätzlich Investoren. Aktien des Autobauers Honda büssten 2,7 Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen neuen Zwischenfall mit einem Airbag des Zulieferers Takata mitgeteilt hatte.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte dagegen leicht zu. Die Börse in Shanghai zeigte sich wenig verändert. In Australien gab der Index knapp ein Prozent nach.

An den Devisenmärkten in Fernost legte der Yen legte zu, ein Dollar kostete 114,05 Yen. Vor der Rede Mays nutzten viele Anleger die japanische Währung als sicheren Hafen. Der Euro notierte mit 1,0610 Dollar etwas höher als im späten New Yorker Handel am Montag. Das britische Pfund lag zur US-Währung leicht im Plus bei 1,2111 Dollar.

(Reuters)