Investoren in SorgeUS-Einreisestopp beunruhigt Asien-Börsen

Das umstrittene Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Bürger aus mehreren muslimischen Ländern hat auch am Dienstag die asiatischen Aktienmärkte nach unten gezogen.
31.01.2017 08:08
Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Bild: Pixabay

Der Schritt zeige, dass Trump mit seinen im Wahlkampf gemachten Ankündigungen nun ernst mache, sagten Anleger. "Investoren machen sich Sorgen, weil es scheint, dass er da, wo schon geopolitische Risiken bestehen weitere Brandherde setzt", sagte Yoshinori Shigemi, Stratege bei JPMorgan Asset Management. An der Wall Street war zuvor der Dow-Jones-Index wieder unter die Marke von 20.000 Punkten gefallen, die er vergangene Woche erstmals geknackt hatte.

Der japanische Nikkei-Index büßte 1,7 Prozent auf 19.041 Punkte ein. Anleger richteten ihr Augenmerk vor allem auf die Auswirkungen von Trumps protektionistischer Politik auf die Automobilindustrie des exportorientierten Landes. Unterdessen entschied Japans Notenbank wie erwartet, an ihrer Politik des lockeren Geldes festzuhalten. Selbst positive Impulse blieben am Dienstag aber außen vor. So stieg die japanische Industrieproduktion im Dezember den zweiten Monat in Folge.

Auch an anderen Aktienmärkten in der Region ging es bergab. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,4 Prozent nach. Die Märkte in Hongkong und Shanghai blieben geschlossen. Der Euro wurde im Vergleich zum späten New Yorker Handel kaum verändert mit 1,0700 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 113,46 Yen.

(Reuters)