Zurückhaltung vor PräsidententreffenAsien-Börsen schliessen uneinheitlich

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Ein starker Yen lastete auf der Tokioter Börse. Das erste Gespräch von Japans Regierungschef Shinzo Abe mit Donald Trump steht im Fokus.
09.02.2017 08:14
Shinzo Abe trifft zum ersten Mal auf seinen amerikanischen Amtskollegen.
Shinzo Abe trifft zum ersten Mal auf seinen amerikanischen Amtskollegen.
Bild: Bloomberg

Viele Anleger hielten sich im Vorfeld des ersten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Freitag zurück. Andernorts lief das das Aktiengeschäft besser. Hier brachte neuer Optimismus mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung in China die Anleger in Kauflaune.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent schwächer bei 18.907 Punkten. Unter Druck gerieten vor allem Exportwerte wie die Aktien des VW -Rivalen Toyota, die gut zwei Prozent nachgaben. Die Investoren wagen sich seit Tagen nicht aus der Deckung, weil sie Abes Besuch bei Trump in Washington abwarten wollen. Dort will der japanische Ministerpräsident Analysten zufolge vor allem die Themen Handel und Verteidigung anschneiden.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte 0,3 Prozent zu. Das Börsenbarometer erreichte zeitweise den höchsten Wert seit 18 Monaten. Besonders stark aufwärtsging es an den Märkten in Shanghai und Taiwan mit einem Plus von jeweils rund 0,5 Prozent. Die Anleger setzten auf steigende Unternehmensgewinne in China. Grund für die Zuversicht ist Analysten zufolge unter anderem eine Rally bei Rohstoffen wie Kupfer.

Am Devisenmarkt kostete ein Euro 1,10675 Dollar. Ein Dollar wurde mit 112,22 Yen bewertet.

(Reuters)