Tokio-Börse schliesst gegen den Asien-Trend höher

Die Verunsicherung über den Wirtschaftskurs des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hat am Freitag die Börsen in Fernost belastet.
13.01.2017 08:17
Tokio-Börse schliesst gegen den Asien-Trend höher
Bild: Bloomberg

Viele Anleger hatten gehofft, dass Trump auf seiner ersten Pressekonferenz seit fast einem halben Jahr mehr Details zu seinen Plänen liefern würde. Stattdessen verfestigte sich lediglich der Eindruck, dass die USA nach der Vereidigung des Milliardärs in einer Woche einen protektionistischeren Handelskurs einschlagen dürften.

Gegen den Trend fester notierte allerdings die Börse in Tokio. Der Leitindex Nikkei schloss 0,8 Prozent höher bei 19.287 Punkten. Anleger waren Händlern zufolge optimistisch, dass die japanischen Konzerne in Kürze positive Geschäftszahlen vorlegen dürften.

Gefragt waren in Japan vor allem Takata -Aktien. Sie schossen um 16,5 Prozent in die Höhe. Insidern zufolge erzielte der Autozulieferer eine Einigung über einen eine Milliarde Dollar schweren Vergleich zur Beilegung des Skandals um defekte Airbags in den USA.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab dagegen 0,1 Prozent nach. Unter Druck standen unter anderem die Börsen in China. Grund waren aber nicht so sehr die jüngsten Konjunkturdaten, sondern ebenfalls Sorgen wegen Trumps künftiger Handelspolitik. Ein Sprecher der Zollbehörde sagte, China sei der größte Verlierer des Anti-Globalisierungstrends. 2017 werde sich die Exportwirtschaft des Landes schwer tun.

Der Euro tendierte im fernöstlichen Handel etwas fester. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,0627 Dollar. 

(Reuters)