US-BörseVorsichtige Fed belastet Wall Street

Wegen der Zurückhaltung der US-Notenbank sind die US-Börsen am Donnerstag mit Abschlägen in den Handel gestartet.
02.02.2017 15:40
Händler in New York: Die Investoren an den US-Börsen sind vorsichtiger geworden.
Händler in New York: Die Investoren an den US-Börsen sind vorsichtiger geworden.
Bild: Bloomberg

Denn nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump bleibt die Fed in Wartestellung und hält sich über das Tempo künftiger Zinserhöhungen bedeckt. Sie lässt den Leitzins vorerst in einer Spanne zwischen 0,5 und 0,75 Prozent. Die von der Politik unabhängige Notenbank will offenbar abwarten, in welche Richtung Trump die Wirtschaft lenkt und wie sich die Ankündigungen zum eingeschränkten Freihandel auswirken.

"Die Fed ist besorgt darüber, dass das Auflösen von Handelsverträgen sehr negativ für die Wirtschaft sein könnte", sagte Analyst Peter Cardillo vom Finanzdienstleister First Standard Financial. Gute Unternehmensdaten würden überschattet davon, dass "Investoren erst einmal abwarten."

Dow Jones leicht im Minus

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent im Minus bei 19.854 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2275 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,4 Prozent auf 5622 Stellen.

Die Aktien der Modefirma Ralph Lauren gehörten zu den Verlierern und lagen gut sieben Prozent im Minus. Konzern-Chef Stefan Larsson legt im Mai sein Amt nieder - wegen Unstimmigkeiten mit Chairman und Firmengründer Ralph Lauren.

Anleger hielten sich auch bei Facebook etwas zurück. Die Papiere des weltgrößten sozialen Netzwerks notierten rund ein Prozent im Minus. Der Konzern wuchs allerdings dank eines starken Werbegeschäfts im vergangenen Quartal überraschend kräftig. 

(Reuters)