US-Börsen - Wall Street eröffnet im Minus

Vorsichtige Anleger: Die New Yorker Börsen sind am Dienstag schwächer in den Handel gestartet.
07.03.2017 15:45
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

Angesichts der zunehmenden Erwartung, dass die Notenbank Federal Reserve in der kommenden Woche die Zinsen anheben werde, wagten sich die Anleger kaum aus der Deckung, sagte Volkswirt Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem per Twitter geringere Preise für Medikamente und mehr Konkurrenzkampf in der Branche an, was die Pharmawerte belastete. Zudem hielt die Verunsicherung über seine weiteren Pläne an, da Trump noch immer Details der angekündigten Steuersenkungen und Infrastrukturausgaben schuldig blieb.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Minuten 0,2 Prozent auf 20.923 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,3 Prozent auf 2368 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls 0,3 Prozent auf 5833 Punkte nach.

Snap-Aktie schmiert ab

Bei den Einzelwerten stand erneut die Snap-Aktie mit einem Minus von rund acht Prozent im Blickpunkt. Nach dem furiosen Börsendebüt der Mutter des Messaging-Dienstes Snapchat in der vergangenen Woche ging es nun den zweiten Tag in Folge bergab. Institutionelle Großanleger forderten Index-Anbieter auf, Unternehmen wie Snap, die stimmrechtslose Aktien ausgeben, aus den Börsenbarometern herauszuhalten. Sie kritisieren, dass Anleger bei diesen Firmen kein Mitspracherecht bei strategischen Entscheidungen des Managements haben. Eine Aufnahme in einen Leitindex führt oft zu steigenden Kursen, weil zahlreiche Fondsanbieter ihr Portfolio danach ausrichten und im Zuge dessen auch andere Investoren diese Aktien kaufen.

Bei den Pharmawerten gerieten nach der Trump-Ankündigung unter anderem die Titel von Pfizer mit einem Minus von 1,3 Prozent und Eli Lilly mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent unter Druck.

Rund 45 Prozent in die Höhe schoss dagegen das Papier von Nimble Storage. Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise kündigte an, den Datenspeicher-Spezialisten für 1,1 Milliarden Dollar in bar zu übernehmen. 

(Reuters)