Wahlkampf in DeutschlandMartin Schulz überholt Angela Merkel in Direktwahlfrage

Die deutschen Sozialdemokraten reiten nach der Nomination von Martin Schulz als Kanzlerkandidat weiter auf der Erfolgswelle.
12.02.2017 09:46
Martin Schulz, Hoffnungsträger der deutschen Sozialdemokraten.
Martin Schulz, Hoffnungsträger der deutschen Sozialdemokraten.

Die SPD stieg laut dem Sonntagstrend der Zeitung "Bild am Sonntag" in der Wählergunst auf ein Zehn-Jahres-Hoch.

Die Partei erreichte in der jüngsten Umfrage 32 Prozent. Das sind drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Diesen Wert hat die SPD im Sonntagstrend zuletzt im April 2006 erreicht. Die SPD hat sich damit innerhalb von zwei Wochen um neun Prozentpunkte verbessert.

Der Abstand zur Union aus CDU/CSU schrumpft damit auf einen Zähler. Die Union liegt wie in der Vorwoche bei 33 Prozent. Ebenso unverändert sind die Linke (acht Prozent) und die FDP (sechs Prozent). Dagegen verlieren die Alternative für Deutschland (AfD, zehn Prozent) und die Grünen (sieben Prozent) je einen Zähler. Auf die sonstigen Parteien entfallen vier Prozent (minus ein Punkt).

In der Direktwahlfrage hat SPD-Kandidat Schulz sogar die amtierende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) überholt. Könnte der Bundeskanzler direkt gewählt werden, würden sich jetzt 46 Prozent der Befragten für Schulz entscheiden, für Merkel würden 40 Prozent votieren. In der Vorwoche hatte Merkel noch mit 41 Prozent knapp vor Schulz mit 38 Prozent gelegen.

(SDA)