Maurer am Klimagipfel: "Mehr Innovation - weniger Ideologie"

Die politischen Streitigkeiten um den Klimawandel verhindern nach Ansicht von Bundespräsident Ueli Maurer eine klare Analyse der Situation. "Unsere Welt braucht mehr technologischen Fortschritt sowie Innovationen und weniger Ideologie."
24.09.2019 00:36

Dies sagte Maurer am Montag während der "Climate Action Summit" in New York, zu dem Uno-Generalsekretär Antonio Guterres geladen hatte.

Maurer forderte zudem, den Planungshorizont für Massnahmen gegen den Klimawandel auf das gesamte Jahrhundert auszudehnen. Als Alpenland sei die Schweiz vom Klimawandel besonders betroffen, sagte der Bundespräsident weiter. Mit den Gletschern, die schmelzten, dem Schnee, der nicht mehr falle und den häufigen Erdrutschen in den Bergen verschwinde auch ein Teil der Schweizer Identität und Tradition, betonte er.

"Der Klimawandel bedroht unsere Lebensweise. Wir müssen das Problem ernst nehmen," führte Maurer weiter aus. Deshalb habe die Schweiz beschlossen, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Um Antworten auf die Klimafragen zu finden, müsse mehr in Forschung und Entwicklung investiert werden. Der Finanzplatz Schweiz mit seiner globalen Ausrichtung und seinem Knowhow könne bei dieser Aufgabe eine grosse Rolle spielen und das Bewusstsein für nachhaltigen Umgang mit der Umwelt fördern, sagte Mauer.

Er stellte in diesem Zusammenhang die Pacta-Initiative vor. Die von den Niederlande und der Schweiz vorgebrachte Initiative bietet laut den Angaben ein Instrument, mit dem Investoren die Klimaverträglichkeit ihrer finanziellen Verpflichtungen messen und mit den Zielen des Pariser Abkommens vergleichen können.

(SDA)