Mega-Pumpspeicherwerk im Glarnerland als Touristenattraktion

Die Axpo macht das neue Mega-Pumpspeicherkraftwerk Limmern zuhinterst im Glarnerland zur touristischen Attraktion. Ab Anfang nächsten Jahres können Maschinen und Kavernen besichtigt werden.
02.11.2017 12:32

Das Pumpspeicherwerk, das zwei Milliarden Franken kostete, soll Anfang 2018 nach rund sieben Jahren Bauzeit in Betrieb gehen. Die touristischen Touren durch die Maschinen- und Kavernenzentrale sollen von Anfang an angeboten werden. Die Basistour für einen Deckungsbeitrag von 20 Franken dauert zweieinhalb Stunden, wie der Stromkonzern Axpo am Donnerstag bekannt gab.

Eine weitere Informationstour, welche vertiefte Einblicke in die Welt der Kraftwerk-Technik verschafft, ist für 25 Franken zu haben und dauert drei Stunden. Kinder und Jugendliche zahlen die Hälfte. Angesprochen werden grundsätzlich interessierte Privatpersonen, aber auch Fachgruppen, Berufsschulen und Studenten.

Die Axpo öffnet das gigantische Kraftwerk für Touristen aufgrund des grossen Interesses, das sich schon während der Bauzeit am Infozenter in Linthal manifestierte. Pumpspeicherwerke sind eine besondere Art von Kraftwerken. Es sind sozusagen in den Alpen gelegene Batterien, die angezapft werden, wenn kurzfristig Strom benötigt wird.

Im Falle des Glarner Werks, das mit 1054 Metern die längste Staumauer der Schweiz aufweist, wird Wasser aus dem Limmernsee in den 600 Meter höher gelegenen Muttsee gepumpt. Dieses Wasser wird bei Bedarf abgelassen und verstromt. Geld verdienen die Betreiber aus der Differenz zwischen den Kosten für das Hochpumpen und dem Erlös des produzierten Stroms.

Das Geschäftsmodell ist wegen der tiefen Strompreise unter Druck geraten. Die Axpo verweist jedoch darauf, dass der Investitionshorizont bei Pumpspeicher mit 80 Jahren sehr langfristig sei.

(SDA)