Mehr als 20'000 Menschen müssen vor Bränden in Kalifornien fliehen

Schwere Waldbrände haben in den Weinregionen im US-Bundesstaat Kalifornien tausende Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als 20'000 mussten ihre Häuser verlassen. Mindestens ein Mensch starb nach Behördenangaben im Norden des Westküstenstaats durch die Brände.
10.10.2017 00:58

Gouverneur Jerry Brown rief am Montag den Notstand für die Bezirke Napa, Sonoma und Yuba aus. Auf diese Weise sollen schnell Hilfsmittel und Helfer zur Verfügung gestellt werden. Tausende Häuser seien bedroht, hiess es in der Erklärung des Gouverneurs. Das Gebiet nördlich der Bucht von San Francisco ist für seinen Weinanbau bekannt.

Starke Winde hatten die Brände über Nacht schnell vergrössert. Ein Feuer nahe der Stadt Santa Rosa vernichtete eine Fläche von mehr als 80 Quadratkilometern, wie die Feuerwehr mitteilte. Seit Sonntagabend wurden mindestens 1500 Häuser durch über ein Dutzend Brände zerstört. Hundere Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Anwohner wurden aufgefordert, bedrohte Wohngebiete rasch zu verlassen. In mehreren Bezirken blieben Schulen und Behörden am Montag geschlossen.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen im Sommer und Trockenheit in grossen Teilen des Westens der USA haben in den letzten Monaten die Brandgefahr in vielen Gebieten verstärkt.

(SDA)