Mehr als ein Drittel der Schweizer Haushalte sind Single-Wohnungen

Mehr als ein Drittel der 3,7 Millionen Schweizer Haushalten werden von Singles bewohnt. Zweipersonenhaushalte sind mit 33 Prozent die zweitbeliebteste Wohnform. Umgerechnet auf den Anteil an der Bevölkerung wohnen die meisten Schweizer (29 Prozent) zu zweit.
04.10.2018 11:38

Der zweitgrösste Anteil, nämlich 23 Prozent, wohnt zu viert, wie neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Die Verteilung in Single-, Doppel- und Mehrpersonen-Haushalte hat sich seit 2012 nicht gross verändert, wie die am Donnerstag erschienenen BFS-Tabellen zeigen.

Die einzelnen Zahlen stiegen in den letzten Jahren im selben Mass wie die der Haushalte: 2012 wurden noch 3,46 Millionen Haushalte gezählt, 2017 waren es 3,72 Millionen.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt sich aber eine gewaltige Verschiebung bei Einzelnen und Grossfamilien: 1930 wohnten gemäss BFS nur 2 Prozent der Schweizer allein, während über die Hälfte der Bevölkerung in Haushalten mit fünf und mehr Personen lebten; heute macht der Anteil an so grossen Haushalten nur noch 14 Prozent aus.

Die durchschnittliche Haushaltsgrösse beträgt 2,34 Personen. Die kantonalen Unterschiede sind gering: Die Haushalte in Appenzell Innerrhoden und Freiburg beherbergen im Mittel 2,47 respektive 2,41 Leute, während es im Tessin und in Graubünden durchschnittlich nur 2,14 sind.

Etwas stärker variiert die Anzahl der Eineltern-Haushalte: Genf liegt mit 8,9 Prozent am weitesten über dem Landesdurchschnitt von 6 Prozent, Schwyz mit 4,7 Prozent am deutlichsten darunter. Eine Besonderheit weist Basel-Stadt auf: Gemäss dem statistischen Atlas der Schweiz leben dort in 46,7 Prozent der Wohnungen Singles - fast 12 Prozent mehr als im gesamtschweizerischen Mittel.

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(SDA)