Mindestens 44 Tote bei Fährunglück auf Victoria-See in Afrika

Bei dem Untergang einer Passagierfähre auf dem Victoria-See in Tansania sind örtlichen Behörden zufolge möglicherweise mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unglück im Herzen Afrikas wurden bisher mindestens 44 Tote gezählt.
21.09.2018 04:51

Bislang seien 37 Überlebende gerettet worden, einige seien aber "in sehr schlechtem Zustand", sagte Regionalgouverneur John Mongella am Donnerstagabend. Örtliche Politiker fürchten, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könne. Dem Fähren-Betreiber Temesa zufolge könnten sich an Bord der "Nyerere" insgesamt mehr als 300 Menschen befunden haben.

Der tansanische Präsidentensprecher Gerson Msigwa sagte im Fernsehen, die Fähre "MV Nyerere" sei im südlichen Teil des Sees gekentert. Die Zahl der Toten stehe bislang bei "über 40". Mongella gab die Zahl der Toten mit 44 an. Die Such- und Rettungsarbeiten seien am Donnerstagabend zunächst unterbrochen worden. Sie sollten am Freitagmorgen fortgesetzt werden.

An Bord wurde auch Fracht transportiert, darunter Säcke mit Mais und Zement. Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt, allerdings sind überladene Schiffe immer wieder Ursache für Schiffsunglücke in dem Gebiet.

Auf dem Victoria-See haben sich bereits mehrere schwere Schiffsunglücke ereignet. Im Jahr 1996 etwa waren beim Untergang einer Fähre im tansanischen Teil des Sees schätzungsweise tausend Menschen ertrunken. Das Schiff war völlig überladen.

Mit einer Fläche von rund 68'800 Quadratkilometern ist der Victoria-See einer der grössten Seen der Erde. Er liegt im Gebiet zwischen Tansania, Kenia und Uganda.

(SDA)