Mindestens fünf Tote bei Explosion einer Autobombe in Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind am Donnerstag mindestens fünf Menschen getötet worden. Fünf Tote und 25 Menschen seien in sein Spital eingeliefert worden, sagte Farid Ahmad Karimi, Generaldirektor des Wasir Akbar Chan-Spitals.
05.09.2019 10:36

Unter den Opfern seien Zivilisten und Sicherheitspersonal. Behördenangaben zufolge detonierte ein mit Sprengstoff beladener Minibus bei einem Kontrollposten, der mit Kräften des afghanischen Geheimdienstes NDS, der Polizei und Armee besetzt gewesen sei.

Der Anschlag wurde im Bezirk Schasch Darak verübt. In dem an die Grüne Zone angrenzenden, ebenfalls stark gesicherten Bezirk befinden sich Einrichtungen des Geheimdienstes sowie das Hauptquartier der Nato-Mission "Resolute Support".

Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, ein Selbstmordattentäter habe eine Autobombe gezündet.

Die Explosion der Autobombe erschütterte die Stadt gegen 10.10 Uhr Ortszeit (07.40 Uhr MESZ), wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte.

Erst am Montag waren mindestens 16 Menschen bei einem Anschlag auf ein Wohngebiet im Osten Kabuls getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich ebenfalls die Taliban.

Diese verhandeln derzeit mit den USA über ein Friedensabkommen. Die USA hatten am Montag den Abzug ihrer Soldaten von fünf afghanischen Militärstützpunkten im Zuge eines möglichen Abkommens mit den Taliban in Aussicht gestellt.

Doch es gibt zunehmend Unmut über die Friedensverhandlungen: Viele Afghanen fürchten eine Rückkehr der Taliban an die Macht und auch aus den USA kommen vermehrt Stimmen des Zweifels. Am Mittwoch gab die afghanische Regierung bekannt, sie brauche mehr Informationen über das mögliche Abkommen sowie seine Risiken.

(SDA)